Neue Stellungnahmen zum Zukunftsprojekt: Mit und ohne Festspielhaus

Neue Stellungnahmen zum Zukunftsprojekt : Mit und ohne Festspielhaus

Der Deutsche Bühnenverein fordert von den Befürwortern eines neuen Festspielhauses in Bonn mehr Sinn für Realitäten.

"Wer glaubt, mit 75 Millionen Euro privater Investitionsmittel und einem zweifelhaften Businessplan könne man ein international konkurrenzfähiges Festspielhaus aufs Gleis setzen, der macht sich Illusionen", betonte Rolf Bolwin, Direktor des Bühnenvereins, gestern in Köln. Paris werde demnächst eine neue Konzerthalle eröffnen, die voraussichtlich rund 350 Millionen Euro koste. Daran sehe man, wie wenig Bonn mit seinen bisherigen Plänen im Konzert der Großen mitspielen könne.

Die Bürger für Beethoven wiesen gestern in einer Erklärung darauf hin, dass ein Scheitern des Projekts Festspielhaus die Stadt Bonn finanziell teuer zu stehen käme. Vereinsvorsitzender Stephan Eisel: "Man darf nicht übersehen, dass die Stadt als Alternative zum weitgehend privat und vom Bund finanzierten Festspielhaus einen teuren ausschließlich von der Stadt finanzierten Aus- und Umbau der Beethovenhalle plant. Das kostet die Bonner Steuerzahler mindestens 20 Millionen Euro mehr als der städtische Beitrag zum Festspielhaus."

Der detaillierte Kostenvergleich "Mit und ohne Festspielhaus" kann auf der Internetseite www.buerger-fuer-beethoven.de eingesehen werden.