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Endenicher Kürbisse im XXL-Format: Mit Riesengemüse zur Europameisterschaft

Endenicher Kürbisse im XXL-Format : Mit Riesengemüse zur Europameisterschaft

Da ist er wieder, der Züchter der Riesenkürbisse von Endenich: Für Udo Karkos ist jetzt erneut Erntezeit in seinem Kleingarten. Allerdings diesmal in mehrfacher Hinsicht.

Denn am Freitag wurde nicht nur sein rund 420 Kilogramm schwerer und in Orange leuchtender Riesenkürbis von der Pflanze getrennt und auf einen Anhänger verladen. Nein, Karkos hat diesmal auch ein neues Riesengemüse gezüchtet, nämlich einen „Trombolino d'Albenga“.

Das ist ein schmackhafter Muskatkürbis, übersetzt heißt die Sorte „kleine Trompete von Albenga“ (italienischer Mittelmeerort in Ligurien). Aber das Exemplar von Karkos ist groß und hat es bis auf 1,72 Meter Länge geschafft, weil er es in einem hängenden Zustand hat wachsen lassen. „Normalerweise wird der Trombolino bis zu 1,40 Meter groß“, erzählt der Züchter. „Wenn sie auf dem Boden liegen, werden sie deutlich länger, aber dann kringeln sie sich ein wie ein Schneckenhaus.“ Der Weltrekord eines Trombolino liege bei 2,56 Meter Länge, „das ist mein nächstes Ziel“, so Karkos. Mit dem Trombolino und dem Riesenkürbis von 420 Kilo bricht er an diesem Samstag nach Ludwigsburg auf, wo die Europameisterschaft stattfindet und hofft, dort einen Preis abräumen zu können. Und sei es für den Kürbis mit der schönsten Optik. Der Trombolino sieht jedenfalls aus wie der Klöppel einer Kirchenglocke.

„Ich bin sehr zufrieden, meine Pflanzen sind in diesem Jahr sehr lange gesund geblieben“, berichtet der 50-Jährige, als er den Trombolino von den Pflanzen trennt und ihn vorsichtig trägt, damit er nicht in der Mitte durchbricht.

Erst vor Kurzem war er mit einem anderen Gemüse erfolgreich: Karkos hatte vor einem Monat eine Riesentomate geerntet, die 2,552 Kilo auf die Waage brachte. Damit verbesserte er den bis in diesem Sommer geltenden deutschen Rekord um 630 Gramm. Trotzdem kann nicht alles klappen: Ein 60 Kilo schwerer Kürbis ist ihm zu Boden gefallen und eingerissen. „Den kann ich jetzt nur noch als Deko verwenden“, bedauert Karkos.