Marktplatz "Gute Geschäfte": Mikroorganismen für den maroden BSC-Rasen

Marktplatz "Gute Geschäfte" : Mikroorganismen für den maroden BSC-Rasen

Auf dem von der IHK ins Leben gerufenen Marktplatz kommen Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützige Organisationen zusammen, um in kürzester Zeit Kooperationen zu schließen. Auch der Präsident des Bonner SC war bei der achten Ausgabe mit von der Partie - und wurde fündig.

Der Gong ertönte, geschlagen vom Bonner Bürgermeister Reinhard Limbach, und schon erfüllte ein Stimmengewirr den Gobelinsaal des Alten Rathauses. Dort fanden sich am Freitag Vertreter von 25 Unternehmen und mindestens ebenso vielen gemeinnützigen Organisationen zum „Speeddating der besonderen Art“ ein, wie es Limbach formulierte. Beim achten Marktplatz Gute Geschäfte der IHK Bonn/Rhein-Sieg suchten sie nach gemeinsamen Schnittmengen für eine Zusammenarbeit.

Unter ihnen war Dirk Mazurkiewicz, Präsident des Bonner SC. Er kam mit einem Vertreter des Unternehmens Emiko in Meckenheim ins Gespräch, das Mikroorganismen für Haus und Garten produziert. „Unser Platzwart beschwert sich immer, dass der Rasen kaputt ist“, so Mazurkiewicz. Im Gespräch erfuhr er dann, dass Emiko mit Mikroorganismen auch Rasenflächen sanieren kann. Da war schnell die Basis für eine Kooperation gefunden.

Junge Leute interessieren

Eine solche hatten auch Lena Hacker von der Aktion Tagwerk, Regionalbüro NRW, und Johanna Nolte von der Trio Service GmbH geschlossen. Die Agentur für Kommunikation will laut Nolte Brücken schlagen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aktion Tagwerk sucht FSJler, die für die Kampagne „Dein Tag für Afrika“ an Schulen Vorschläge halten. Die Vereinbarung: Trio bietet eine anderthalbstündige Beratung dazu, wie man die jungen Leute ansprechen und interessieren kann. Dafür wollen Vertreter der Aktion Tagwerk für die Berater afrikanisch kochen.

Der Bonner Unternehmer Wilfried Thünker erneuerte derweil mit Andrea Mährle von der ZNS Hannelore-Kohl-Stiftung eine Zusammenarbeit. Mitarbeiterinnen der Stiftung arbeiten bei ihm als Sekretärinnen, dafür bekommt er PR. Thünker arbeitet mit ZNS schon länger zusammen. „Es ist gut, dass es Unternehmer wie Herrn Thünker gibt, die soziale Verantwortung übernehmen“, sagte Mährle.

Führungen als Gegenleistung

Die Beteiligten hatten eine Stunde. In dieser Zeit wurden nicht alle fündig. Die Vertreterinnen der BG 3000 Service GmbH, die an Schulen über Chancen und Risiken von Internet und Social Media aufklärt, hatte wenigstens Kontakte zur Alanus Hochschule geknüpft. Aber Gisela Ewert-Rings und Wilfried Schatz von der Stiftung der Namen-Jesu-Kirche, die sich extra in kurfürstliche Trachten gekleidet hatten, kamen eher mit Vertretern anderer Vereine ins Gespräch. Sie suchten Unterstützung beim Druck von Flyern und Postkarten sowie Hilfe bei der Kirchenreinigung. Ihre Gegenleistung: Führungen durch Kirche und Stadt.

Insgesamt 52 Kooperationen hatten die anwesenden Notare am Ende unterzeichnet. Weniger als sonst, aber IHK-Pressesprecher Michael Pieck war dennoch zufrieden. Vor Beginn wurde außerdem Wolfgang Pütz für seine Engagement unter anderem für den Verein für gemeindenahe Psychiatrie, die GVP gemeinnützige Werkstätten Bonn GmbH und das Netzwerk bonn-rhein-sieg-fairbindet zum neuen CSR-Botschafter (Corporate Social Respronsibility) ernannt.