Vorfall in Duisdorf: Meßdorfer Feld: Ging Aggression vom Hundeausführer aus?

Vorfall in Duisdorf : Meßdorfer Feld: Ging Aggression vom Hundeausführer aus?

Was geschah am Meßdorfer Feld? Nach einem mutmaßliche Angriff auf einen Hund und sein Herrchen meldet sich der vermeintliche Angreifer zu Wort und sagt: Die Aggression soll von dem Hundeausführer des Tierheims ausgegangen sein.

Der mutmaßliche Angriff auf einen Hundeausführer des Bonner Tierheims und die Hündin Romy, der sich am Donnerstag im Meßdorfer Feld ereignet hatte, zieht weitere Kreise. Jetzt meldete sich ein Mann zu Wort, der sich in dem Bericht wiedererkannt hat, den Ablauf der Streitigkeit aber ganz anders schildert. Demnach soll die Aggression von dem Ausführer des Tierheims ausgegangen sein.

Hieß es zunächst in der Darstellung des Tierheims, dass der 40 bis 50 Jahre alte Mann sofort auf die bellende Romy zugegangen sei, mehrfach zugetreten und später auch noch den Hundeausführer ins Gesicht geschlagen habe, teilt dieser nun seine Sicht der Dinge mit:

Er sei mit Sohn und Hund wie jeden Tag auf dem Meßdorfer Feld gewesen, als er auf den Ausführer traf. „Als ich auf seiner Höhe war, sah er mich an und befahl mir ganz unvermittelt mit einer aggressiven, lauten Stimme und ausgestreckter Hand und Zeigefinger: Gehen Sie sofort weiter.“ Beide Hunde hätten sich kurz angebellt, und als er dem Hundeausführer gesagt habe, das sei ein öffentlicher Weg, sei dieser in einem „Feldherrenton“ sehr aggressiv geworden. „Als ich mich weigerte, die Straße zu verlassen, rief er die Polizei.“ Außerdem habe der Ausführer ihn währenddessen mit dem Handy gefilmt. Dann habe er selbst die Polizei verständigt, aber sich mit ihr am Telefon geeinigt, dass der Klügere nachgibt. „Das war in diesem Fall ich.“

Den Hund habe er auch nicht getreten, sondern – nachdem dieser nach seiner Hose schnappte – mit der Fußsohle zur Seite geschoben. Zu dem angeblichen Schlag ins Gesicht des Hundeausführers äußerte sich der Mann nicht.

Er sei jedenfalls schockiert, denn so ein Vorfall sei ihm in 30 Jahren als Hundehalter noch nicht passiert. Der Ausführer des Tierheims sei ängstlich und unsicher und mit dem ihm anvertrauten Hund überfordert gewesen. An der Klärung des Vorfalls liege auch ihm viel: Er habe selbst mit der Polizei Kontakt aufgenommen, um den Vorfall aufzuklären und nicht dazustehen als jemand, der Hunde grundlos tritt und ihre Ausführer verprügelt. Die Polizei bestätigte, dass der Mann sich gemeldet habe. Das Kriminalkommissariat 37 habe Ermittlungen aufgenommen, die aber noch nicht beendet seien.

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