Heinrich-Hertz-Europakolleg: Mensa ermöglicht nun Ganztagsunterricht

Heinrich-Hertz-Europakolleg : Mensa ermöglicht nun Ganztagsunterricht

Am Heinrich-Hertz-Europakolleg können die Schüler ab sofort ganztägig unterrichtet werden. Das Städtische Gebäudemanagement lässt Neubau am Heinrich-Hertz-Europakolleg für 7,2 Millionen Euro errichten.

Möglich geworden ist dies dank der neuen Mensa, die das Herzstück des neu gebauten Gebäudetrakts der Schule bildet. Das Städtische Gebäudemanagement (SGB) der Stadt Bonn hatte vor zwei Jahren begonnen, an gleicher Stelle des alten, abgerissenen Gebäudetrakts A einen neuen modernen Anbau zu errichten. Mit der Objektplanung war die Siegener Filiale der kplan AG beauftragt. "Der alte Gebäudetrakt war schadstoffbelastet und musste aus der Nutzung genommen werden", berichtet Hubert Zelmanski, Leiter des Schulamtes der Stadt Bonn. War der alte Gebäudeteil noch eingeschossig, bietet der Neubau jetzt auf zwei Etagen deutlich mehr Platz. "Auch die Grundfläche hat sich um mindestens ein Drittel vergrößert", berichtet Projektleiter Thomas Zimmermann.

Die Einrichtung einer Mensa hatte das Heinrich-Hertz-Europakolleg als Vorgabe erhalten, um das Ziel, ganztägig Schulungen anbieten zu können, umzusetzen. Auf einer Fläche von 452 Quadratmetern können sich in der Mensa bis zu 300 Schüler gleichzeitig mit einem Mittagessen stärken. Bis zu 800 Mahlzeiten können an einem Unterrichtstag ausgegeben werden, zwei Menüs stehen täglich zur Auswahl. Mit der Zubereitung der frischen Speisen wurde die Bonner Firma "Aubergine und Zucchini" beauftragt.

Über die Mensa hinaus beherbergt der neue Gebäudetrakt im Erdgeschoss auch eine Lackierwerkstatt zur Ausbildung der Maler und Lackierer. Im Obergeschoss konnten acht Klassenräume, drei Differenzierungsräume, ein Lehrmittelraum sowie Technikräume eingerichtet werden. Ein Fahrstuhl führt in die obere Etage, eine Rampe verbindet in der ersten Etage den Neubau mit dem angrenzenden Hauptgebäude: "Die barrierefreie Erschließung war uns sehr wichtig", sagt Zelmanski.

Auch der tägliche Lärm durch die unmittelbare Nähe zur Stadtautobahn dürfte die Schüler zukünftig nicht mehr am Lernen hindern: "Man hört absolut nichts von der Autobahn, obwohl sie nur 40 Meter vom Gebäude entfernt ist", sagt Volker Assenmacher vom SGB. Möglich ist dies dank schalldichter Fenster, die während des Unterrichts geschlossen bleiben.

Eine moderne Belüftungsanlage bringt auch bei geschlossenen Fenstern frische Luft in die Klassenräume: "Jeder Raum wird mechanisch be- und entlüftet", erklärt Zimmermann. Auch beim Blick auf die Tafeln in den Klassenräumen wird deutlich, dass hier modernste Technik eingesetzt wurde: Sogenannte White-Board-Beamer-Anlagen ersetzen traditionelle Tafeln.

Die Schüler können jetzt während ihrer Ausbildung einen ganzen Tag in der Woche in der Berufsschule verbringen und hier zehn Stunden am Tag unterrichtet werden. Die Ausbildungszweige Lackierer sowie Maler/Lackierer sind jetzt als erste in den Ganztag eingestiegen, weitere Bildungsgänge werden folgen. Mit einer Bauzeit von zwei Jahren ist es dem Städtischen Gebäudemanagement erfolgreich gelungen, den Zeitplan einzuhalten. Zudem konnte auch der vorgesehene Kostenrahmen eingehalten werden: 7,2 Millionen Euro hat der Neubau gekostet - mit dieser Summe hatte man zu Beginn des Projekts auch kalkuliert.