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"Holi Colors Festival" in Bonn: Maismehl-Regen im Stundentakt

"Holi Colors Festival" in Bonn : Maismehl-Regen im Stundentakt

Beim "Holi Colors Festival" vor dem Bonner "BaseCamp" treiben es 1500 Partygäste ziemlich bunt: Die Kleidung kann man anschließend nur noch wegwerfen.

Die drei Freundinnen Maxi, Antonia und Céline sind gerade einmal seit 20 Minuten auf dem Außengelände des "BaseCamps" Bonn - und sind komplett bunt. Eine feine Pulverschicht hat sich auf ihre Kleidung gelegt, Haare und Haut blieben zwangsläufig auch nicht verschont.

"Wir haben noch nicht mal Farbbeutel gekauft und waren nicht aktiv beim Farbbeutel-Werfen beteiligt. Haben das alles von anderen abbekommen", erzählte Maxi lachend. Mit ihren Freundinnen möchte sie beim zweiten "Holi Colors Festival" eine bunte Party feiern.

Zu jeder vollen Stunde zählt ein DJ einen Countdown herunter, an dessen Ende die Menge zu lauter Partymusik die kleinen Plastiktüten voller Farbpulver in die Luft wirft. Für einige Sekunden regnet es dann rot, blau, gelb und grün auf die Feiernden und Tanzenden herunter.

Die Stimmung ist genau dann immer auf einem Maximum, alle Besucher strömen zur Bühne, die unter mehreren Bäumen im Schatten steht. Fast alle Besucher haben weiße T-Shirts oder Tops an, damit die Farbe richtig zur Geltung kommt.

"Die Farbe soll manchmal schwer rausgehen"

Um ihre blonden Haare macht sich Antonia indes keine Sorgen. "Nein, ich habe zwar gehört, dass die Farbe manchmal schwer rausgehen soll, aber irgendwann geht es ja dann doch. Daher habe ich damit kein Problem", so die 21-Jährige. Nur vereinzelt sieht man einige Frauen, aber auch Männer, die sich mit einem Mund- und Kopfschutz gegen das feine Pulver schützen.

"Uns ist es sehr wichtig, dass wir hier qualitativ sehr hochwertiges Pulver verwenden. Man soll feiern, aber ohne Rückstände. Gut, die Kleidung kann man danach wegschmeißen, aber das weiß man ja auch schon vorher", sagte Thomas Lenz, Projektleiter des Bonner Holi Festivals.

Beim Kauf der Vorverkaufs-Tickets erhielten die Gäste ein Farbpack, jedes weitere kostet zwei Euro, natürlich gibt es auch das Angebot eines Megapacks. Ein musikalisches Bonbon gibt es mit dem internationalen Top-Act Cosmo Klein, der ganz genau weiß, wie man den Feierwütigen ordentlich einheizt.

"Allerdings ist es chilliger"

Keineswegs vergleichbar ist das Holi Festival mit gewöhnlichen Partys. Es gibt zwar auch laute Musik und es wird getanzt, allerdings ist es chilliger - vor allem, weil es auch "open air" und relativ früh stattfindet. 12 Uhr ist Beginn, 22 Uhr Schluss.

Ein angenehmer Wind sorgt für Frische, einige Besucher sitzen im Schatten, andere sonnen sich auf dem warmen Asphalt und trinken ein kühles Bier. Eine besondere Atmosphäre vor allem für Besucher Finn. "Ich bin erst vor wenigen Tagen 16 Jahre alt geworden und das ist mein erstes Festival - wollte mit was Kleinerem anfangen als 'Rock am Ring'. Ich bin begeistert", so Finn.

Eine kleine Kritik, die von einigen Besuchern kam, äußerte auch Ida. "Ich war letztes Mal auch da. Die Intervalle zum Werfen der Farbbeutel sollten verkürzt werden, jede halbe Stunde wäre toll", so die 19-Jährige. "Außerdem gab es letztes Jahr mehr Sitzmöglichkeiten, die wären jetzt auch prima gewesen", sagte Ida.

"Der Kartenverkaufsradius ist in diesem Jahr unglaublich. Wir haben Gäste unter anderem aus Niedersachsen und Thüringen - dabei gibt es ja auch dort überall Holi Festivals. Ich freue mich über diesen tollen Zuspruch", so Projektleiter Lenz.