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Linie 66 in Bonn: Fahrer wird nach Geisterfahrt psychologisch betreut

Stadtbahn der Linie 66 : Fahrer wird nach Geisterfahrt psychologisch betreut

Nach der Geisterfahrt der Stadtbahnlinie 66 zwischen Siegburg und Bonn wird der Fahrer der Bahn psychologisch betreut. Der 47-Jährige hatte einen medizinischen Notfall erlitten und war ohnmächtig geworden.

Knapp eine Woche nach der Geisterfahrt der Stadtbahnlinie 66 durch Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis sind die Untersuchungen durch die Bezirksregierung noch nicht abgeschlossen. „Die Bahn steht weiterhin auf dem SWB-Betriebshof in Dransdorf“, sagte Stadtwerke-Sprecherin Veronika John. Der 47-jährige Fahrer der Bahn, der einen medizinischen Notfall erlitten hatte und ohnmächtig geworden war, hat mittlerweile das Krankenhaus verlassen. „Er ist aber krankgeschrieben und wird psychologisch betreut.“ Das Angebot sei ihm seitens der Stadtwerke gemacht worden, so wie es auch bei Zwischenfällen wie Suiziden üblich sei.

Details, wie es zur Geisterfahrt kommen konnte, gebe es laut John noch nicht. Die Bahn war in der Nacht auf Sonntag führerlos an insgesamt acht Haltestellen vorbeigefahren. Erst 200 Meter vor der Haltestelle Adelheidisstraße in Beuel kam die Bahn dank des beherzten Einsatzes zweier Fahrgäste zum Stehen, die die Fahrerkabine aufbrauchen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Derweil geht der Bahnbetrieb, auch der der Linie 66, wie gewohnt weiter. Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Stadtdirektor Wolfgang Fuchs und die SWB Bus und Bahn-Geschäftsführer Anja Wenmakers und Hansjörg Spielhoff besuchten die Fahrer an Heiligabend. „Das Nahverkehrsangebot erfordert ganz besonders den Einsatz und das hohe Engagement der qualifizierten Fahrerinnen und Fahrer“, so Sridharan.