Nordbrücken-Test: Letztlich wohl die beste Lösung

Nordbrücken-Test : Letztlich wohl die beste Lösung

Das ganz große Chaos ist ausgeblieben. Dennoch mussten am Montag vor allem als Autofahrer deutlich mehr Zeit für die Rhein-Überquerung einplanen als in Zeiten ohne Brückensanierung. Der GA hat sechs Reporter in den morgendlichen Berufsverkehr geschickt, um den Praxistest zu machen: Wie komme ich am schnellsten zur Arbeit?

8.30 Uhr: Die B 56 ist erstaunlich frei. Normalerweise ist um diese Zeit zwischen Hangelar und Vilich-Müldorf kein Durchkommen mehr. Ich hätte vielleicht doch das Auto nehmen sollen. Gerademal drei Fahrgäste warten an der Haltestelle Hangelar-Ost. Der Park & Ride-Platz ist indes komplett vollgestellt.

8.40 Uhr: Die Linie 66 kommt pünktlich. Die nächste Überraschung: Die Bahn ist fast leer. Freie Platzwahl. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass auch die Bundesstraße fast unbefahren ist. Der Stau beginnt erst ab der Kreuzung zur Niederkasseler Straße.

8.55 Uhr: Die Bahn kommt auf dem Stück bis zum Konrad-Adenauer-Platz auch nur stockend voran. In allen Autos, an denen wir vorbeifahren, sitzt lediglich der Fahrer. Von wegen Fahrgemeinschaften bilden!

9.03 Uhr: Mit sechs Minuten Verspätung fährt die 66 im Hauptbahnhof ein. Nicht so schlimm: Mein Anschluss nach Dransdorf kommt erst in sechs Minuten. Der Fahrer sagt durch, alle Fahrgäste mögen bitte die Bahn verlassen. Sie sei defekt. Die Zeitungsleserin mir gegenüber nimmt's humorvoll: "Das erste Mal seit Jahren, dass ich die Bahn nehme, und dann gleich so was!"

Karte: Wie die GA-Redakteure zur Arbeit kamen

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