Ideen für Frankenbad-Umbau: Koalition wirft Wasserland-Gegnern Irreführung vor

Ideen für Frankenbad-Umbau : Koalition wirft Wasserland-Gegnern Irreführung vor

Die Initiative "Frankenbad bleibt Schwimmbad" hat ihre Ideen für eine Modernisierung des Schwimmbads vorgestellt. Sie will den Neubau des Wasserlandbads verhindern. Die Ratskoalition wirft ihr vor, Unwahrheiten zu verbreiten.

Die Bürgerinitiative "Frankenbad bleibt Schwimmbad" hat sich Gedanken gemacht, wie das Baudenkmal in der Nordstadt modernisiert werden könnte. In einer Pressemitteilung schlägt sie zum Beispiel eine Wasserrutsche vor, die über dem Umkleidetrakt nach außen und unten wieder ins Gebäude hineingeführt werden könnte. Direkt am Mehrzweckbecken stellt die Initiative sich eine Kletterwand vor. Sie will das Bad zudem mit einem Glasanbau um einen Familienbereich erweitern und eine Sauna im bisherigen Umkleidebereich einrichten.

Um das Projekt wirtschaftlicher zu machen, regt die Initiative an, auf umliegenden Parkplätzen Gebühren zu erheben. "Wir wollen ein saniertes Frankenbad: modern, attraktiv, unverwechselbar", schreibt die Gruppe. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.recht-auf-schwimmen.de, die sie gemeinsam mit der Initiative "Kurfürstenbad bleibt!" betreibt. Allerdings machen die Bürger keinerlei Angaben zu den Kosten ihres Konzepts. Allein die denkmalgerechte Sanierung des Frankenbads würde nach einem Gutachten im Stadtauftrag schon 20 Millionen Euro verschlingen.

Beide Initiativen stehen hinter dem Bürgerentscheid, mit dem der Neubau des Wasserlandbads in Dottendorf verhindert werden soll. Wird es gebaut, gibt die Stadt das Kurfürstenbad und das Frankenbad endgültig auf. Die Ratskoalition wirft den Wasserlandgegnern unterdessen bewusste Irreführung vor. Die Initiativen und die SPD arbeiteten mit "Un- und Halbwahrheiten", kritisierten CDU, Grüne und FDP am Montag in einer gemeinsamen Erklärung. Nur dank des Wasserland-Projekts sei genug Geld da, um Hardtbergbad und Beueler Bütt zu sanieren. Für beide Bäder sind zusammen 25 Millionen Euro eingeplant. Ein Stopp für das Wasserlandbad werde wieder zu "unendlichen Diskussionen" darüber führen, welche Bäder erneuert werden sollen. bau

Seit Montag liegt das Abstimmungsheft zum Bürgerentscheid in den Bezirksrathäusern sowie im Stadthaus aus. Online abrufbar unter: www.bonn.de/buergerentscheid

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