500 Besucher: Kindermusical "Schrift an der Wand" in der Bonner Auferstehungskirche

500 Besucher : Kindermusical "Schrift an der Wand" in der Bonner Auferstehungskirche

"Mene mene tekel upharsin" - für gut 60 Kinder vom Venusberg und aus Ippendorf bedeutet dieser Spruch aus dem Alten Testament mehr als ein Rätselwort aus der babylonischen Antike. Menetekel ist die "Schrift an der Wand" in dem gleichnamigen biblischen Musical, das die Kinder in der evangelischen Auferstehungskirche aufführten.

"Es ist erstaunlich, mit welcher Begeisterung sich die Mädchen und Jungen in Musik und Texte einleben", berichtete Nicola Bach, eine der beiden Mütter, die die Choreographie einstudiert hatten. "Eine lebendigere Vermittlung der biblischen Geschichte von Daniel und dem König Belsazar kann ich mir kaum vorstellen."

Über ein halbes Jahr bereiteten sich die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren auf die beiden Aufführungen des Musicals von Hella Heizmann vor, probten wöchentlich und lernten ihre Texte auswendig. Initiiert und geleitet wurde das ökumenische Projekt vom Kantor der evangelischen Auferstehungsgemeinde, Stephan Pridik. Seit fast zehn Jahren begeistert er das Venusberger Publikum mit Kinderchor-Musical-Projekten. "Ohne die tatkräftige Unterstützung vieler Mütter und Väter wären diese Projekte nicht möglich", erklärt er.

Angefangen von den Kostümen und dem Bühnenbild über die Beleuchtung und die musikalische Begleitung bis hin zur Choreographie und zur Souffleuse haben sich rund ein Dutzend Erwachsene mit viel Engagement in die Vorbereitung und in die Aufführung der "Schrift an der Wand" eingebracht.

Rund 500 Besucher kamen zu den beiden Aufführungen und ließen sich durch die mitreißenden, aber auch besinnlichen Melodien anrühren. "Ich fand unser politisches Marktlied am tollsten", sagte Sarah, eines der älteren Mädchen, die zum fünften Mal in einem Musical der Auferstehungsgemeinde mitwirkte.

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