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Kennedybrücke: Kein Durchkommen für Autos und Busse

Kennedybrücke: Kein Durchkommen für Autos und Busse

SWB-Kunden fahren Umweg mit der 66 über Südbrücke

So haben es die Stadtwerke jetzt festgelegt. Wie berichtet, muss die Brücke zwischen Sonntag, 27. Dezember (ab 5 Uhr), und Samstag, 2. Januar (bis 4.15 Uhr), für den Auto-, Bus- und Bahnverkehr geschlossen werden - eine Ausnahmesituation, die aus bautechnischen Gründen nötig ist.

Fußgänger und Radfahrer können allerdings während der Arbeiten über die Brücke, nur nicht der motorisierte Verkehr, der zu starke Erschütterungen auslöst. Bauarbeiter verschweißen die neuen Seitenträger und müssen dafür die Brücke mit hydraulischen Pressen anheben.

Vollsperrung an Silvester An Silvester wird die Kennedybrücke für zwei Stunden komplett gesperrt - also auch für Fußgänger und für Fahrradfahrer. Zwischen 23 Uhr und 1 Uhr kann aus Sicherheitsgründen niemand über die Brücke. (odb)Trotz der Vollsperrung bleibt die Innenstadt für Autofahrer und den öffentlichen Nahverkehr erreichbar, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Autofahrer sollen über die Nord- und Südbrücke ausweichen. Für die betroffenen Bus- und Bahnlinien haben die Stadtwerke folgendes vor: Sie trennen die Linien in ein rechtsrheinisches und ein linksrheinisches Netz.

Wer nicht zu Fuß über die Brücke gehen möchte oder kann, der soll am Beueler Bahnhof und am Bonner Hauptbahnhof umsteigen. Vom Beueler Bahnhof aus sollen die Fahrgäste mit der Linie 62 nach Ramersdorf und von dort weiter mit der 66 über die Südbrücke fahren; von Bonn aus den umgekehrten Weg.

Macht acht Minuten (Linie 62) plus 14 Minuten (66) Fahrtzeit, Warte- und Umsteigezeit noch nicht mitgerechnet. Beide Linien fahren tagsüber im 10-Minuten-Takt.

Dass die Busse nicht einfach über die näher gelegene Nordbrücke umgeleitet werden, kam für die Stadtwerke nicht in Frage. "Viele Autofahrer werden bereits auf die Nordbrücke ausweichen.

Wenn wir mit unseren Gelenkbussen dann über die Nordbrücke und die Römerstraße zum Bertha-von-Suttner-Platz fahren, verstärken wir auf jeden Fall die Staugefahr", sagte SWB-Sprecher Werner Schui. Für die Fahrgäste sei die Fahrzeit dann nicht mehr kalkulierbar, im Gegensatz zum Weg über die Südbrücke.

Denn die Linie 66 fährt über eine eigene Trasse, während sich die Busse im Verkehr einordnen müssen. Und warum richten die Stadtwerke nicht eine Sonderlinie ein, die nur zwischen Bertha-von-Suttner-Platz und Konrad-Adenauer-Platz über die Nordbrücke pendelt?

Auch dies sei laut Schui keine Lösung. "Es bleibt ja nicht bei einem Bus. Und die Fahrgäste stehen trotzdem im Stau." Die Stadtwerke planen allerdings nicht, die Linie 66 zu verstärken, auch nicht in den Abendstunden, wie aus dem SWB-Plan hervorgeht.

Und das, obwohl die Fahrgäste von elf Buslinien dort einsteigen - zumindest theoretisch, falls sie sich nicht dafür entscheiden, über die Brücke zu laufen, sondern den Umweg über die Südbrücke zu fahren. Es sei nicht nötig, die 66 zu verstärken, ist sich Schui sicher: "Da Weihnachtsferien sind, werden keine Schüler mitfahren und so genug Platz vorhanden sein."

Weiterer Knackpunkt: die Umsteigesituation in Ramersdorf. Dort müssen die Fahrgäste den Bahnsteig wechseln. Da dies für Ältere und für behinderte Menschen ein Problem sein könnte, kooperieren die Stadtwerke mit dem Verein für Behindertensport.

Vereinsmitglieder stehen an der Kennedybrücke und helfen zum Beispiel Rollstuhlfahrern über die Brücke oder fahren sie von dort mit einem Wagen über die Nordbrücke.

Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste müssen sich für den kostenlosen Dienst beim Busfahrer bei ihrer Abfahrt melden. Der Busfahrer informiert über die Leitstelle den Verein, der dann an der Haltestation bereitsteht.

Wer von Beuel aus über die Brücke geht, den erwartet am Suttner-Platz allerdings nicht seine Buslinie: Denn während die Beueler Buslinien bis zum Adenauer-Platz vorfahren, fahren sie auf Bonner Seite nicht zwischen Hauptbahnhof und Suttner-Platz. Grund: Die Stadtwerke schätzen, dass sich der Verkehr auch in der Innenstadt staut, im Zuge des alljährlichen Umtausch-Rummels.

Die Fußgänger müssen also zwischen Hauptbahnhof und Kennedybrücke in die Linie 66 steigen. Das Umsteigen kostet in allen Fällen kein zusätzliches Geld.

Drei Buslinien fahren dann aber letzten Endes doch über die Nordbrücke - allerdings erst im Dunkeln. Es sind die drei Nachtbuslinien N 4, N 6 und N 8. Sie brauchen 12 bis 15 Minuten länger.

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p class="text">So fahren die Busse##ULIST##

Die Linien 529/537 und 538 fahren zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis (Hennef und Oberpleis) und dem Beueler Bahnhof.

  • Die Linien SB 55, 540/550 und 640 werden ab dem Konrad-Adenauer-Platz zum Beueler Bahnhof verlängert.
  • Die Linien 606 und 607 werden in zwei Netze zwischen Malteser-Krankenhaus und Bonn Hauptbahnhof und zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Ramersdorf getrennt. Die Linie 606 wird zusätzlich über Beuel Bahnhof umgeleitet.
  • Linien 608 und 609: Die beiden Linien fahren zwischen dem Brüser Berg und Bonn Hauptbahnhof sowie zwischen Beuel Konrad-Adenauer-Platz und Gielgen/Hoholz.
  • Zwischen Bonner Hauptbahnhof und Bertha-von-Suttner-Platz entfallen die Fahrten aller bisher genannten Linien.
  • Nachtbuslinien N 4, N 6 und N 8: Die Linien werden über die Nordbrücke umgeleitet. Weil die Busse 12 bis 15 Minuten länger brauchen, werden die Anschlüsse zum Nachtverkehr der Regionalbahn nach Köln und den anderen Nachtbuslinien am Hauptbahnhof nicht erreicht. Wer von Köln in Bonn ankommt, der bekommt jedoch seinen Nachtbus-Anschluss.? Linie 66: Die Stadtbahnlinie 66 fährt zwischen Siegburg Bahnhof und Konrad-Adenauer-Platz und zwischen Bad Honnef und Suttner-Platz.
  • Linie 61: Die Linie 61 verkehrt zwischen Dottendorf und Auerberg; zwischen Dottendorf und Stadthaus wird die Linie 61 verstärkt, um die Fahrten der Linie 62 auf diesem Abschnitt zu ersetzen.
  • Linie 62: Die Linie 62 fährt nur zwischen Beuel Bahnhof und Römlinghoven, bzw. Ramersdorf.
  • Linie 65: Die Linie 65 wird entfallen.
  • (odb)