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Vorstoß gegen Schranken: Kelber fordert Geld vom Bund für Bahnunterführungen

Vorstoß gegen Schranken : Kelber fordert Geld vom Bund für Bahnunterführungen

Wie eine Mauer durch die Stadt, so bezeichnet der Bonner Bundestagsabgeorndete Ulrich Kelber die Schließzeiten von Schranken in Bonn und der Region. Unterführungen sollen eine Lösung dafür sein - die allerdings viel Geld kosten.

40 SPD-Bundestagsabgeordnete haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) aufgefordert, die im Koalitionsvertrag auf Drängen der SPD vereinbarte Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes schnell umzusetzen. Dadurch sollen Kommunen an vielbefahrenen Bahnstrecken vom finanziellen Eigenanteil beim Umbau von Schrankenübergängen zu Bahnunterführungen befreit werden.

Alleine für Bonn rechnet Bonns Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber dadurch mit einer Entlastung im zweistelligen Millionenbereich. "In Bonn und anderen besonders stark betroffenen Kommunen kommen wir teilweise auf Schrankenschließzeiten von 50 Minuten pro Stunde, das ist wie eine Mauer durch die Stadt", klagt Kelber. An den Kosten für neue Über- oder Unterführungen an den Schienenstrecken müssen sich die Kommunen bisher neben Bund und Bahn zu einem Drittel beteiligen

Kelber erwartet jetzt von der Stadt Bonn, dass sie die Planungen für neue Unterführungen vorantreibt, damit möglichst schnell baureife Pläne vorliegen.