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Feste in Bonn: Keine Verlängerung von Weihnachtsmarkt und Kirschblütenfest

Feste in Bonn : Keine Verlängerung von Weihnachtsmarkt und Kirschblütenfest

Sollen Weihnachtsmarkt und Kirschblütenfest tatsächlich verlängert werden? Ideen dazu haben am Dienstagabend zu Meinungsverschiedenheiten in der Bezirksvertretung Bonn geführt.

Vielen Politikern schmeckte es vor allem nicht, dass es um den reinen Profit geht. So bleibt zunächst einmal alles beim Alten.

Der CDU schwebte vor, dass einige Weihnachtsmarktbuden auf dem Bottlerplatz verbleiben könnten. Wie berichtet, sind auch einige Händler und Marktbeschicker dafür. „Die Restaurant- und Cafébesitzer werden sich bedanken“, sagte Bezirksbürgermeister Helmut Kollig (SPD). Der Antrag der Christdemokraten wurde mit nur einer Stimme Mehrheit abgelehnt.

In ihrem Marktverzeichnis für 2017 schlägt die Verwaltung vor, das Kirschblütenfest in der Altstadt auf zwei Tage auszudehnen – mit entsprechenden Straßensperrungen. Eine gute Idee, meinte Nicole Bonnie (CDU), weil es in dem Viertel sonst keine Veranstaltung mit Volksfestcharakter gebe.

„Ich sehe auch eine zusätzliche Kommerzialisierung, was den ursprünglichen Gedanken ad absurdum führt“, meinte Herbert Spoelgen (SPD). „Es war das Fest der Bewohner, das ist es nun nicht mehr“, sagte Hartwig Lohmeyer (Grüne). Denn mit Unterstützung der Altstadtinitiative, der Freunde des Frankenbad, der Tourismus & Congress GmbH wollen am 22. und 23. April die Veranstalter Jürgen Harder (Brückenforum) und Oskar Brumbach aus Köln das Ruder in die Hand nehmen.

Kollig sprach sich gegen eine „totale Kommerzialisierung“ aus. „Warum stellt die Stadt nicht selbst Abstellgitter auf?“ Gegen die Stimmen von CDU und FDP wurde am Ende ein Änderungsantrag von Christoph Grenz (Piraten) beschlossen. Das Kirschblütenfest soll 2017 nur am Sonntag gefeiert werden und danach die Anwohner befragt werden, ob sie sich für später eine Verlängerung vorstellen können.

„Bei einem Tag werden wir das Fest nicht durchführen. Der Aufwand rechnet sich nicht“, sagte Harder am Mittwochabend. Er habe eine Art Bürgerfest organisieren wollen, rechnete mit 50.000 Besuchern an zwei Tagen. Für eine selbst organisiertes Fest sei es mittlerweile schon zu groß geworden.