Zusage an die Stadt Bonn: Keine neuen Flüchtlinge bis Ostern

Zusage an die Stadt Bonn : Keine neuen Flüchtlinge bis Ostern

Aktuell aus dem Stadtrat: Das Land verlängert den Zuweisungsstopp bis Ende März. Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan erneuert seine Zusage, Turnhallen freizuhalten.

Die Stadt Bonn wird bis Ostern keinen weiteren Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Das erklärte Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Donnerstagabend im Stadtrat. Die Stadt muss bis Montag die Flüchtlingsunterkunft im Haus 6 der Ermekeilkaserne räumen, weil dort das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ein Ankunftszentrum einrichten will.

Im Gegenzug war ein Zuweisungsstopp bis 26. Februar zugesagt. Dieser Stopp sei nun verlängert, berichtete Sridharan von einer aktuellen Zusage der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg.

Der OB erneuerte im Rat seine Zusage, möglichst keine weiteren Turnhallen in Bonn mit Flüchtlingen zu belegen. Garantieren könne die Verwaltung das allerdings nicht. Im Moment seien sechs Turnhallen belegt: an der KGS Holzlar (70 Personen), der Realschule Beuel (70), Musikschule Schieffelingsweg (70), Ludwig-Ehrhard-Berufskolleg (70), Heinrich-Hertz-Europakolleg (200) und Robert-Wetzlar-Berufskolleg (120, ab Montag).

Derzeit bringt die Stadt insgesamt 3843 Flüchtlinge unter. Unklar ist, ob die Menschen, die im neuen Bamf-Ankunftszentrum in der Ermekeilkaserne unterkommen, auf die Bonner Zuweisungsquote angerechnet werden. Sridharan will darüber mit dem Land verhandeln. Es gäbe allerdings bereits Signale, dass keine Anrechnung erfolgen solle.