Stadt rudert zurück: Keine Gebühr für Nutzung der Sportstätten in Bonn

Stadt rudert zurück : Keine Gebühr für Nutzung der Sportstätten in Bonn

Alles nur ein Missverständnis: Die Stadt rudert bei der Sportstättennutzungsgebühr zurück. Der Vorschlag war auf harsche Kritik des Stadtsportbundes gestoßen.

Rolle rückwärts im Sportdezernat: Die Stadt hat entgegen der Äußerungen von Kämmerin Margarete Heidler in ihrer Haushaltsrede gar nicht vor, eine Sportstättennutzungsgebühr einzuführen. Es handele sich um ein „begriffliches Missverständnis“ teilte Sport- und Kulturdezernent Martin Schumacher am Dienstag per Presseerklärung mit.

Zur Aufdeckung des „Missverständnisses“ hat die Verwaltung immerhin vier Tage gebraucht, denn die Haushaltsrede hatte Heidler vergangenen Donnerstag im Stadtrat gehalten. Daraufhin war ein Sturm der Entrüstung in Politik und beim Stadtsportbund (SSB) entbrannt. Schumacher erklärt nun, es handele sich vielmehr um eine mögliche Beteiligung der Sportvereine an Pflege und Unterhaltung der Sportstätten.

Nach Gesprächen mit Mitgliedern des SSB-Vorstands im April laute der Vorschlag, dass sich die Sportvereine in einem Umfang von 750.000 Euro an der Pflege und Unterhaltung der Sportanlagen beteiligen sollen. „Wie alle anderen Vorschläge der Verwaltung wird auch dieses Thema Gegenstand der Haushaltsberatungen in den nächsten Monaten sein“, so Heidler.

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