Obstbäume im Meßdorfer Feld: Kein Vandalismus, sondern Pflegearbeit

Obstbäume im Meßdorfer Feld : Kein Vandalismus, sondern Pflegearbeit

Was Peter Kruse am Montag bei einem Spaziergang im Meßdorfer Feld sah, konnte er kaum glauben. Er war entsetzt, dass an etlichen Bäumen entlang des Weges Dransdorfer Feld die Äste entfernt wurden.

"Das mag ja noch sinnvoll und hinnehmbar sein. Aber an einigen Stellen sind die Baumkronen von jungen Obstbäumen einfach abgesägt worden, und die Kronen liegen daneben." Kruse vermutet Vandalismus.

Doch es war die Stadt am Werk, wie sich Montagnachmittag herausstellte. Und zwar, weil zwei Bäume abgestorben waren. Die Stadtförsterei betreut alle in den vergangenen Jahren angelegten Streuobstwiesen und Obstanlagen im Stadtgebiet, teilte die Verwaltung mit.

"Zurzeit führt der eigens dafür ausgebildete Mitarbeiter Erziehungsschnitte an den jungen Obstbäumen durch." Er habe rund 700 Bäume in ganz Bonn anzufahren, was am schnellsten mit dem Auto geht. Dabei habe der Mitarbeiter aber keine Möglichkeit, die Grünabfälle mitzunehmen.

Die abgeschnittenen Äste und Kronen werden laut Elke Palm vom städtischen Presseamt in einem zweiten Arbeitsgang per Traktor eingesammelt, gehäckselt und entsorgt. Der verbleibende Stamm der toten Bäume sei für die nachfolgende Arbeitskolonne das Signal, alles zu roden und mitzunehmen. Im Herbst werde nachgepflanzt.

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