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Karnevals-Lieder Session 2019/2020: Neue Hits von Querbeat, Kasalla, Miljö und Co.

Kasalla, Querbeat, Miljö : Das sind die Karnevalshits der Session 2020

„Pirate“ von Kasalla oder „Nie mehr Fastelovend“ von Querbeat sind aus dem Karneval schon nicht mehr wegzudenken. Aber was sind die Hits der Session 2020, was die besten Klassiker? Wir verraten es euch - inklusive eines Geheimtipps.

Die Frage ist jedes Jahr zu Karneval wieder aktuell: Was ist der Hit der Session? So einfach die Frage klingt, so schwer ist sie zu beantworten. Denn die Karnevalshochburg Köln gilt zurecht als Musikerstadt. Klar, dass ständig neue Kandidaten nachkommen. Und das, wo schon viele Hits vorhanden sind, die eigentlich kaum zu schlagen sind. Und das Umland lässt sich auch nicht lumpen und steuert weitere Hoffnungsträger bei.

Und so hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ein schöner Kanon der Karnevalshits entwickelt. Wir haben rund gefragt: Was sind für Euch die wichtigsten Klassiker, was die wichtigsten Nachfolger. Und - ganz wichtig - was sind die potenziellen Hitkandidaten der aktuellen Session. So oder so muss man spätestens jetzt proben mitzusingen. Hier das Ergebnis:

Karnevals-Klassiker - Höhner, Räuber und Bläck Fööss

Viva Colonia - De Höhner

Längst nicht mehr nur in Köln und Umgebung, sondern weit übers Rheinland hinaus ist die urkölsche Hymne zu hören - ob als Après-Ski-Hit auf der Berghütte in den Alpen oder im Bierkönig auf Mallorca.

Die Höhner. Foto: picture alliance / Hendrik Schmi/Hendrik Schmidt

Drink doch ene met - Bläck Fööss

Unfassbarerweise fast 50 Jahre alt, wird „Drink doch ene met“ vermutlich noch mindestens weitere 50 Jahre zu den absoluten Klassikern des kölschen Karnevals gehören. Die Aussage: Gemeinschaftsgefühl hat im Rheinland nichts damit zu tun, was einer „op d’r Täsch“ hat.

Denn wenn et Trömmelche jeiht - De Räuber

Wenn es einen ausgemachten Klassiker des Straßenkarnevals gibt, dann ist es das "Trömmelche" von den Räubern. Wenn die ersten Töne erklingen, hält es keinen Jeck mehr auf dem Stuhl.

En unserem Veedel – Bläck Fööss

Auch beim „Veedel“ geht es vor allem ums Wir-Gefühl, um Zusammengehörigkeit und natürlich Heimatverbundenheit - mit einer ganz gehörigen Portion kölscher Wehmut.

Kölsche Jung – Hans Süper

Sentimental wird der Rheinländer auch beim „Kölsche Jung“ - der typische Rauswerfer, wenn die Kneipe nun wirklich mal schließen muss. Interpret Hans Süper ist und bleibt ein echter „Kölscher Jung“, wie er in der Region bei seinem Auftritt in Swisttal-Ollheim im Mai 2018 unter Beweis stellte.

Karnevalslegende Hans Süper war zu Gast in Ollheim. Foto: Axel Vogel

Moderne Klassiker - Cat Ballou, Kasalla und Paveier

Et jitt kei Wood – Cat Ballou

Mit ihrer Liebeserklärung an die Domstadt erschufen die Interpreten nicht nur eine neue Köln-Hymne, auch im Karneval darf der Hit seit nunmehr sieben Jahren nicht fehlen. 2020 dürfte jeder Lokalpatriot die berühmten Zeilen „Et jitt kei Wood, dat sage künnt wat ich föhl, wann ich an Kölle denk oh oh oh“ wohl auch zu fortgeschrittener Stunde noch mitgrölen können.

Pirate – Kasalla

„Dreimol Kölle ahoi“ heißt es bei Kasalla. 2011 noch Newcomer, 2020 auf keiner Party, keiner Sitzung und aus keiner Kneipe wegzudenken - die Kölschrocker machen auch weiterhin ihrem Namen alle Ehre, und auch ihre Debütsingle „Pirate“ wird sicher noch lange einen festen Platz im rheinischen Karnevals-Kanon innehaben.

Leev Marie - Paveier

Die Paveier kehren in ihrem Hit „Leev Marie“ die typischen Karnevalsgesetze (siehe „Ich ben ne Räuber“) um und behaupten: „Ich bin kein Mann für eine Nacht“. Wer’s glaubt, der darf sich mit dem Song im Ohr im Karneval auf die Suche nach der „wahren Liebe“ machen.

Nie mehr Fastelovend – Querbeat

Auch bei „Nie mehr Fastelovend“ ist der Protoganist auf der Suche nach der einen großen Liebe, die er im Jewöhl aus den Augen verloren hat und seitdem immer wieder aufzuspüren versucht - natürlich „mit der Trumm, Trumm, Trumm“. Zu hoffen bleibt, dass es nie gelingt, denn der Querbeat-Hit gehört mittlerweile zum festen Repertoire eines jeden echten Jecken.

Stääne - Klüngelköpp

In die Welt ziehen, aber immer wieder zurückkommen ins Rheinland, das lernen wir bei den „Stääne“. Denn irgendwann erwischt doch jeden Rheinländer die Sehnsucht nach Rhein und Dom.

Hits der Session 2020 - Brings, Miljö, Torben Klein

Die nächste Rund – Bläck Fööss

(Enttäuschte) Liebe, große Träume, ebenso glorreiche wie vergangene Zeiten und dann auch noch Kölsch in der Sprache und als Getränk - das aktuelle Lied der Bläck Fööss vereint so viele Zutaten einer echten rheinischen Hymne, das eigentlich nichts schiefgehen kann auf dem Weg zum echen Hit.

Heimatkaff - Querbeat

„’n bisschen dirty und rough“ ist das „Heimatkaff“, das die Köln-Bonner Band Querbeat in ihrem Sessionshit besingt, und wir fragen uns, welches Kaff „zwischen Acker und Stadt“ wohl gemeint sein könnte. Klar ist eins: Erneut haben Querbeat einen Ohrwurm produziert, der nicht nur, aber auch im Karneval für viel Stimmung sorgen und auch darüber hinaus Bestand haben könnte.

Sünderlein – Brings

Brings gedenken in dieser Session des großen Willy Millowitsch und haben dessen „Wir sind alle kleine Sünderlein“ in einer Schlager-Rock-Version - mit hochdeutschem Refrain für alle Nicht-Rheinländer - neu aufgelegt. Das ist vielleicht nicht übermäßig originell, aber ganz sicher erfolgreich.

Lääv – Torben Klein

Torben Klein ist ehemaliger Sänger der Räuber. Nun hat er sich selbstständig gemacht und dürfte in der Session 2020 erstmals durchstarten wollen. Mit „Lääv“ könnte das gelingen, denn der Song ist ein typischer jecker Ohrwurm, der auch bei Discofox-Begeisterten gut ankommen wird.

Null oder Hundert – Miljö

Miljö muss man seit ein paar Jahren auf dem Zettel haben, wenn es um eingängigen Kölschrock geht. Die fünf Musiker aus dem Kölner Osten texten auch abseits des karnevalistischen Standards und sind ein Stimmungsgarant. Nach „Wolkeplatz“ kommt nun „Null oder Hundert“ für alle, die keine halben Sachen machen wollen.

Verlieb dich nie - Eldorado

(K)ein echter Newcomer ist die erst 2018 gegründete Band „Eldorado“: Alle fünf Mitglieder waren vorher in der Micky Brühl Band tätig. Das Debütalbum von Eldorado „Aanjekumme“ ist im Oktober 2019 passend zum Sessionsstart erschienen. Die aktuelle Single „Verlieb dich nie (Thekenmädche)“ ist derart solide und typisch, dass sie fast geklaut wirkt - das macht das Potenzial zum Ohrwurm allerdings kein bisschen kleiner.

Loss jonn - Lupo

Auch Lupo sind seit einiger Zeit immer gut für einen echten Karnevalshit. „Loss jonn“ dürfte da keine Ausnahme sein. Der Beat reißt mit, ob man will oder nicht, und „Döp döp döp“ kann zuverlässig auch mit ein paar Umdrehungen mehr noch jeder mitsingen.

Doch wenn do wills - Knittler

Wer „Doch wenn do wills“ von Stefan Knittler hört, denkt ganz unweigerlich ans Schunkeln zu später Stunde. Ein wunderbar wehmütiger kölscher Song, bei dem sich rührselige Jecke zum Absacker in den Armen liegen dürfen.

Zugabe: Flip-Flop Jupp

Als Zugabe, sprich etwas abseits des Mainstreams empfehlen wir hier ausdrücklich die Kenntnisnahme des Flip-Flop-Jupp mit „Dä Tuppes vum Land“- ein sehr schönes, lustiges Liedchen. Wir wünschen viel Spaß im Karneval 2020.