Fürstenstraße in Bonn: Jörg Blömer baut modernes Wohn- und Geschäftshaus

Fürstenstraße in Bonn : Jörg Blömer baut modernes Wohn- und Geschäftshaus

Modern, hochwertig und mit aufwendig gestalteter Fassade: Die Fürstenstraße bekommt ein weiteres "Schmuckstück". In bester Citylage baut die "Blömer Liegenschaftsverwaltung" dort - zwischen dem ehemaligen Bouviergeschäft Am Hof und dem Einrichtungshaus "Flamant" - ein neues Wohn- und Geschäftshaus.

Noch ist die Schaufensterwerbung aus längst vergangenen Tagen zu erkennen: "Lust auf aktuelle Nachrichten?" - jahrzehntelang wurden an dieser Adresse Bücher, Zeitschriften und Kalender verkauft.

Im Erdgeschoss und im ersten Stock entsteht ein Ladenlokal, darüber werden Wohnungen errichtet. "Die verschiedenen Etagen sind über einen Fahrstuhl zu erreichen", erklärt Jörg Blömer. Dies sei nicht nur komfortabel, sondern zudem eine platzsparende Alternative zu einem Treppenhaus. Schließlich würden die Immobilien in der City in der Regel über kleine Grundflächen verfügen.

Bisher lebten in dem Gebäude von Anfang des 20. Jahrhunderts meist Studenten. Doch das Haus war in viele kleine Wohneinheiten aufgeteilt. Heizung, Gasanschlüsse sowie die Elektrik waren marode. Eine Sanierung rechnete sich nicht. "Deshalb haben wir uns für Abriss und Neubau entschieden", so Blömer.

Per Hand Stein für Stein abgetragen

Vorher muss jedoch das alte Gebäude abgerissen werden. Und das ist in zentraler Innenstadtlage gar nicht so einfach. Denn große Baumaschinen können nicht eingesetzt werden. Um die Statik der Nachbargebäude nicht zu gefährden, haben Handwerker tagelang per Hand Stein für Stein abgetragen. Jetzt sind die verschiedenen Stockwerke und Zimmer nur noch an der unterschiedlichen Wandfarbe zu erkennen. Lediglich eine schmale Wendeltreppe aus Metall trotzt bisher dem Abriss.

Bis Jörg Blömer jedoch die Baugenehmigung für den Neubau in der Hand hatte, mussten einige bürokratische Hürden genommen werden. "Mit dem Abriss des alten Hauses fielen auch unsere fiktiven Parkplätze weg", so Blömer. Er musste nicht nur neue nachweisen, sondern zudem sicherstellen, dass sich keine Fledermäuse unter dem Dach angesiedelt hatten.

Auch von der ursprünglichen Planung eines Penthouses im Dachgeschoss verabschiedete er sich. "Die Auflagen waren mir zu hoch", so der Kaufmann. Die Wohnungen über vier Etagen will er von ansässigen Unternehmen nutzen lassen. "Die haben die Möglichkeit, dort ihre Mitarbeiter, die nur für eine begrenzte Zeit in Bonn sind, unterzubringen."

Bis die ersten Mauern hochgezogen werden, muss der kleine Bagger im Inneren noch jede Menge Schutt wegschaffen. So lange können die Passanten die freie Sicht auf das Karree zwischen Fürsten-/Remigiusstraße und Am Hof genießen. Diese Gelegenheit bietet sich so schnell sicher nicht mehr.