"Bonner macken mit": Jeder darf sich wie Macke fühlen

"Bonner macken mit" : Jeder darf sich wie Macke fühlen

Ein blaues Dreieck, ein orangefarbenes Viereck, ein rotes Parallelogramm - wo in Bonn würden sich diese Formen und Farben am besten machen? Es handelt sich um Klebefolien in der Form von Elementen aus den Werken des Malers August Macke: abziehen, auf eine Oberfläche kleben, fertig. Ab Sonntag können die Bonner solche Folien bekommen und damit in der Stadt selber künstlerisch tätig werden.

Die Aktion "Bonner macken mit" haben das August-Macke-Haus, die Initiative Kunst und Kultur im Mackeviertel, die Werkstatt Baukultur an der Universität Bonn und das Friedrich-Ebert-Gymnasium anlässlich des 100. Todestages des Künstlers ins Leben gerufen. Jeder kann mitmachen: Die Folien gibt es am Sonntag auf dem Fest der Kulturen am Frankenbad und danach in den Pfarrbüchereien Sankt Marien und Stiftskirche, dem "Esszimmer" in der Kessenicher Mechenstraße 25, dem Kunstverein und dem Macke-Haus.

Auf diese Weise bekomme man eine neue Sicht auf die Stadt, sagt der Künstler Christoph Dahlhausen, den die Stadtteil-Initiative dafür gewinnen konnte. Man wolle die Menschen dazu anregen, sich wie Macke mit ihrem räumlichen Umfeld auseinanderzusetzen. Bedingung ist, dass man die Folien nicht nur irgendwo aufklebt, sondern sie dann auch fotografiert und dieses Foto einsendet: foto@dahlhausensmacke.de. Alle Bilder werden in einer Online-Galerie ausgestellt.

Weitere Informationen zur Aktion bietet ein Flyer, den man mit den Klebefolien erhält. Die Galerie solle ein "Spiegelbild der Kreativität und Wahrnehmung der Bürger sein", sagt Dahlhausen. "Uns ist es wichtig, Kultur in den öffentlichen Raum zu bringen und für Jedermann erlebbar zu machen", so Hildegard Kinzel von der Mackeviertel-Initiative, die Macke als Bonner Künstler bekannter machen will.