Aktionstag auf dem Münsterplatz: Jede Menge Mitmachaktionen beim Tag des Sports in Bonn

Aktionstag auf dem Münsterplatz : Jede Menge Mitmachaktionen beim Tag des Sports in Bonn

Trotz wechselhaften Wetters fanden viele Bonner am Samstag den Weg zum Tag des Sports auf dem Münsterplatz. Dort präsentierten sich mehrere Bonner Sportvereine und luden zum Mitmachen ein.

„Wir werden in Zukunft den Sport in Bonn auch im kulturellen Kontext denken“, sagte Bonns neue Dezernentin für Sport und Kultur, Birgit Schneider-Bönninger am Rande der Veranstaltung zum Tag des Bonner Sports auf dem Münsterplatz. Sport und Kultur verfolgten gemeinsam Ziele. Beide seien für Toleranz, Teilhabe und Talente da. Dabei gebe es viele Schnittmengen, die man nutzen müsse.

Mit einer neu geschaffenen Arbeitsgemeinschaft werde man versuchen, das „starke Doppel Kultur“ auch in das Bewusstsein der Bürger zu bringen. „Um vor allem in der Infrastruktur des Sports in Bonn weiterzukommen“, so die Dezernentin, „müssen wir um weitere Mittel für Sporthallen und Bäder kämpfen.“ Doch neben den Visionen, die auch für Neubauten entwickelt werden sollten, gehe es erst einmal darum, die „Jahrhundertaufgabe ‚Sanierung der Sportstätten‘“ anzugehen. Ein Sportentwicklungsplan soll bereits im nächsten Monat verabschiedet werden.

„Wenn wir Sportstadt sein wollen, dann müssen wir auch die Infrastruktur dafür bereitstellen“, so die promovierte Politikwissenschaftlerin Schneider-Bönninger. Auf die Frage von Willy Baukhage, der auf einer Bühne vor den Infoständen der Sportvereine Oberbürgermeister Ashok Sridharan nach der Wichtigkeit des Ehrenamtes im Sport befragte, gab der OB das einprägsame Beispiel, dass alle Stände auf dem Münsterplatz leer wären, wenn es nicht das Engagement der vielen Ehrenamtler in Bonn gebe.

„80000 Bonner treiben Sport in 360 Vereinen“, ergänzte der Stadtsportbund-Vorsitzende Michael Scharf. Durch das ausgesprochen wechselhafte Wetter, das von Sonnenschein bis Schneeregen reichte, hielt sich der Besucherandrang bei den Informationsständen der Vereine in Grenzen.

Nur wenige Sportinteressierte nahmen die Einladungen an, einmal selber einen Badminton- oder Baseballschläger in die Hand zu nehmen. Lieber drehte man am Glücksrad des Bonner Fußballkreises oder traf sich unter dem schützenden Dach des SWB-Wasserwagens.

Nur den Seglern vom Bonner Segelclub oder dem Yachtclub Mittelrhein (YCM) schien das von oben kommende Wasser wenig auszumachen. Wetterfest gekleidet vermittelten sie Interessierten, dass es sich auch auf dem Rhein gut Segeln ließe. „Der Wind muss nur aus der richtigen Richtung kommen, sonst kommt man gegen die Strömung nicht an“, so der YCM-Vorsitzende Ignatios Souvatzis. Bei jeder Witterung treffen sich dagegen die Lacrosse-Spieler, die von sich behaupten, „der schnellste Sport auf zwei Beinen“ zu sein. Seit diesem Jahr sind sie eine eigene Sparte im SSF.

„Aufgrund der vielen Fitnessstudios bricht uns die mittlere Altersgruppe weg“, sagte Ursula Scholz-Meyer vom Allgemeinen Turnverein aus Tannenbusch stellvertretend für das Dilemma vieler Sportvereine. „Wir brauchen Mitglieder, die sich letztlich auch um die Integration unserer neuen Mitbürger kümmern“, ergänzte ihr Vereinsvorsitzender Matthias Schriever.

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