Elternkochkurs an der Kettelerschule: Internationales Büfett macht Appetit auf mehr

Elternkochkurs an der Kettelerschule : Internationales Büfett macht Appetit auf mehr

Ein sehr angenehmer Duft verbreitete sich in der Kettelerschule. Seinen Ausgang hatte er in der kleinen Küche neben dem Turn- und Veranstaltungsraum: Dort kochten einige Mütter von Grundschülern gestern "Besstela", ein marokkanisches Gericht.

Nebenbei wurde viel geplaudert und gescherzt, am Ende gemeinsam gegessen. Diesen Kochnachmittag veranstalteten die Mütter gestern zum fünften Mal als Ersatz für das regelmäßige Elterncafé.

Claudia Moritz, pädagogische Leiterin der Offenen Ganztagsschule, schrieb alle Zutaten und Abläufe mit: Besstela ist mit Meeresfrüchten und Fisch gefüllter Blätterteig. Nach Art einer Pastete kommen Lachs, Tintenfischringe, Garnelen und anderes zusammen mit geschnittenem Gemüse und Glasnudeln auf den Blätterteigboden, das Ganze wird auch mit Blätterteig abgedeckt und dann in den Ofen geschoben. Das Rezept kommt zu den anderen vier, daraus soll ein kleines Kochbuch entstehen, das laut Moritz erst mal an die beteiligten Eltern verteilt werden soll. Wenn noch Exemplare übrigbleiben, könne man sie an andere Grundschüler-Eltern verkaufen.

Die Idee kam nach einem Frühlingsfest an der Schule im Jahr 2013, zu dem mehrere Mütter mit unterschiedlichster Herkunft ein internationales Buffet beitrugen. Andere Eltern seien neugierig gewesen auf die Rezepte, sagte Moritz. "So kam der Wunsch auf, einen internationalen Kochkurs zu machen." Die Stadt Bonn unterstützte das integrative Projekt finanziell. Alle zwei Monate trafen sich an dem Termin, an dem eigentlich das monatliche Elterncafé stattfinden sollte, interessierte Mütter, um etwas aus ihren Heimatländern zu kochen.

Es gab marokkanisches Couscous mit Lamm und Baklava und türkische gefüllte Weinblätter mit "Zigaro Börek", Zigarrenförmige Teigrollen mit Käsefüllung, außerdem aus Algerien Dolma mit Kohl und aus Deutschland Rinderrouladen mit Semmelknödeln und Rotkohl sowie gestern das Besstela. Die Eltern wollen das gerne weiterführen, so Moritz, sofern man Gelder dafür bekommt. "Man lernt Gerichte von anderen ländern kennen", sagte Nazrin al-Abdeh. und man komme mit anderen Müttern in Kontakt.

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