Skulptur in Bonn: Indianischer Totempfahl kehrt in die Rheinaue zurück

Skulptur in Bonn : Indianischer Totempfahl kehrt in die Rheinaue zurück

In neuer Farbe erstrahlt der indianische Totempfahl in der Rheinaue – zwischen Posttower und Japanischem Garten. Der mittlerweile verstorbene indianische Häuptling Tony Hunt hatte etwa vier Monate an dem Geschenk der kanadischen Regierung geschnitzt.

„Es war eine Riesenherausforderung“ sagt die Restauratorin Kaska Kmiotek. Sie hat zusammen mit dem Holzbildhauer Alexander Diczig auf Empfehlung den Auftrag für die Restaurierung bekommen. Der Zustand sei teilweise so schlecht gewesen, dass große Teile des Kopfes, sowie die Flügel komplett ersetzt werden mussten, sagt die Restauratorin. Dafür hat man Holz der Roten Zeder verwendet, aus welchem der Totempfahl auch ursprünglich geschnitzt wurde.

Der etwa 6,5 Meter hohe Stamm wurde bereits im Juni 2017 abmontiert und eingelagert, da das Holz trocknen musste. Im Juni diesen Jahres begann die Restaurierung, wobei Leinölfarben zur Bemalung verwendet wurden. „Er war etwas in Vergessenheit geraten“, sagt Jan Brumhard vom Amt für Stadtgrün. Der Erhalt dieses Kunstwerkes kostete 38.000 Euro.

Zuvor wurde der Totempfahl 1989 und 2004 restauriert. Kaska Kmiotek ist zuversichtlich, dass der Totempfahl bei guter Pflege nicht erneut restauriert werden müsse. Jan Brumhard versichert, dass das Amt für Stadtgrün jetzt jährlich das Objekt prüfen und mit Leinöl streichen wird. Die Originalflügel wurden eingelagert und bleiben erhalten.

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