Jahnschule im Auerberg: In der neuen Mensa ist Platz für alle

Jahnschule im Auerberg : In der neuen Mensa ist Platz für alle

Die Jahnschule weihte ihren Anbau ein, in dem auch ein Bewegungsraum eingerichtet ist. Die Erweiterung birgt einiges an neuen Möglichkeiten für die Schule.

„Das ist viel besser als vorher“, womit Tim (8) die neue Mensa der Jahnschule meinte. „Jetzt können wir uns aussuchen, ob man essen geht oder erst etwas anderes macht.“ Kein Wunder, der neue Essensraum verfügt über 100 Sitzplätze. Da könnten theoretisch fast alle Kinder der offenen Ganztagsschule gleichzeitig ihr Mittagessen einnehmen. Vorher mussten sie in Gruppen von höchstens 30 Kindern in der Schulküche essen. „Da mussten wir warten, bis die anderen fertig sind“, erzählte Fatima (6).

Diese Zeiten sind jetzt vorbei: Am Samstag feierte die Grundschule ihren neuen Anbau, für den Bezirksbürgermeister Helmut Kollig (SPD) Rektorin Sibylle Clement den symbolischen goldenen Schlüssel überreichte. Der neue Gebäudeflügel, der in Richtung Herseler Straße angebaut wurde, beinhaltet zwar nicht nur die Mensa, aber die ist für die Grundschulkinder der wichtigste Raum. „Er ist viel größer als die Küche“, sagte Fatimas Schwester Aminah (9). „Und das beste ist, dass man auch erst probieren kann, ob einem das Essen schmeckt.“ Es schmecke auf jeden Fall besser als vorher, meinte Tim – obwohl das Essen das gleiche und der Koch derselbe ist. Geschmack ist eben nicht mit Vernunft zu erklären.

Endlich hat die Schule jetzt auch einen eigenen Musikraum, die Kinder müssen nicht mehr im Werkraum an den Instrumenten üben. Im Obergeschoss ist ein Bewegungsraum eingerichtet, und der Kinderschutzbund hat jetzt einen eigenen Raum an der Jahnschule. Auch OGS-Leiterin Anja van Aken freut sich über ein eigenes Büro.

„Wir haben jetzt das pädagogische Konzept angepasst“, sagte van Aken. Denn die Kinder hätten jetzt keine festen Essenszeiten, sondern könnten erst Hausaufgaben machen oder sich auf dem Schulhof austoben und dann etwas essen. 110 OGS-Kinder hat die Schule derzeit. „Jetzt können wir neue Plätze schaffen.“ Auch von den Eltern gebe es durchweg positive Resonanz. Einige hatten sich auch mit Beiträgen zum Buffet am Gelingen des Schulfestes beteiligt. Während sich die Erwachsenen die neuen Räume anschauten, spielten die Kinder draußen und drinnen an verschiedenen Stationen.

Zur offiziellen Einweihung gab es außerdem Tanz und Gesang von Schülergruppen sowie eine kleine Trommelvorführung der OGS-Betreuer mit Töpfen, Schalen und Kochlöffeln: Bislang saß van Aken im Hausmeisterraum im Foyer, wo es oft sehr laut zugeht. Jetzt wollten sie mal Krach machen.

Rektorin Clement bedankte sich unter anderem bei der Stadt für den Anbau. Die sei auf die Wünsche und Bedarfe der Schule eingegangen und habe Änderungsvorschläge mit eingeplant. Das sei nicht selbstverständlich. Auch Kollig, der schon den Umzug der Jahnschule an den jetzigen Standort begleitet hatte, freute sich über diesen Anbau. Der werde der Entwicklung im Bonner Norden gerecht: „Es ist klar, dass in diesem Stadtteil der Zuzug junger Familien am größten sein dürfte“, sagte er. Und die Stadt sei trotz leerer Kassen noch immer in der Lage, „den Menschen, die unsere Zukunft sind, die Möglichkeit zu geben, gut zu lernen.“

Mehr von GA BONN