Wissenschaftliche Untersuchung: Immer weniger Pflanzen und Tiere in der Region

Wissenschaftliche Untersuchung : Immer weniger Pflanzen und Tiere in der Region

Jede zehnte heimische Pflanzenart in der Region ist ausgestorben, in vielen Gebieten hat sich die Zahl heimischer Säugetierarten halbiert. Aber es gibt auch positive Nachrichten.

Jede zehnte heimische Pflanzenart in der Region ist ausgestorben, und in vielen Lebensräumen gibt es nur noch die Hälfte der ursprünglich dort heimischen Arten von Säugetieren. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die die biologische Vielfalt in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis untersucht haben. Die Ergebnisse der Studie hat der Naturhistorische Verein der Rheinlande und Westfalens nun in einem Buch gebündelt.

Aber es gibt auch positive Nachrichten. In der Region existieren überdurchschnittlich viele Schutz-gebiete, auch die größten Waldnaturschutzgebiete in NRW liegen in der Region, die eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen mit 2400 Pflanzenarten, 350 Arten von Wirbeltieren und mehrere tausend Insektenarten beherbergt.

Für die mit Bundesmitteln geförderte Studie wurden 450.000 Einzeldatensätze aus mehr als hundert Datenquellen ausgewertet. 28 Autoren aus dem Netzwerk "Biodiversität in Bonn" haben Kapitel zu einzelnen Lebensräumen oder Fragestellungen beigesteuert. Für den urbanen Raum wurde eine Art Leitfaden auf der Basis der globalen, nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen entwickelt. Der vor einem Jahr vorgestellte Bericht wurde aktualisiert, ergänzt und steht nun als Buch erstmals allen Interessierten zur Verfügung

Publikation: "Die Natur der Region Bonn/Rhein-Sieg". Decheniana Beihefte 41, 167 Seiten, zwölf Euro, Bezug über den Naturhistorischen Verein der Rheinlande und Westfalens; Internet: www.naturhistorischerverein.de

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