GA-Elefantenrunde: Höhner-Frontmann gibt in Beuel Anekdoten zum Besten

GA-Elefantenrunde : Höhner-Frontmann gibt in Beuel Anekdoten zum Besten

Bei der GA-Elefantenrunde haben Bläck-Fööss-Sänger Mirko Bäumer und Höhner-Frontmann Henning Krautmacher Anekdoten zum Besten gegeben.

Die Frontmänner der beiden bekanntesten kölschen Gruppen - Mirko Bäumer, seit 2017 Sänger der Bläck Fööss, und Henning Krautmacher, im 34. Jahr Frontmann der Höhner - waren am Sonntagabend zu Gast im Beueler Zeughaus. Der General-Anzeiger hatte zur zweiten Elefantenrunde eingeladen. Nach der Premiere mit Eckart von Hirschhausen und Dirk Kaftan im April stand bei der zweiten Auflage der Talkrunde die Kölner Karnevals- und Musikszene im Fokus.

GA-Redakteur Holger Willcke gelang es, den beiden Sängern viele spannende Geschichten und Geheimnisse zu entlocken. Henning Krautmacher, in Leverkusen-Schlebusch geboren, verriet, dass er einst Bayer Leverkusen-Lieder gesungen hatte und der Kontakt zum 1. FC Köln erst durch seinen Einstieg bei den Höhnern entstand. Heute wird "Mer stonn zo dir FC Kölle" nicht nur vor jedem Heimspiel im Stadion gesungen, sondern zählt bundesweit zu den beliebtesten Songs aller Zeiten.

Fällt im Kölner Stadion ein Gegentor erklingt hingegen die Zeile "Wat och passeet" aus dem Bläck Fööss Klassiker "En unserm Veedel". "Na toll, wenn sie verlieren, sind wir die Dummen", kommentierte Mirko Bäumer die Songauswahl im Stadion lachend. 19 Jahre war der gebürtige Hennefer Sänger der Queen-Coverband "Queen Kings", bevor er vor zwei Jahren bei den Bläck Fööss einstieg. "Der Kontakt kam über Andreas Wegener zustande, der sowohl bei den Bläck Fööss als auch bei der Phil Collins Coverband "Still Collins" Keyboard spielt", berichtete Bäumer. Schon in der Schulzeit habe er auf der Bühne gestanden und Bläck Fööss Lieder gesungen.

Kleine Hürden galt es dann aber doch schon mal zu meistern, als es darum ging, neue Songs in Kölsch zu schreiben. Dass dies schon mal eine Herausforderung sein kann, darüber waren sich die drei auf dem Podium einig. Eine Zeile wie "Leev en de Dach rinn" ("Lebe in den Tag hinein") wurde fälschlicherweise auch schon mal mit "Leben in der Dachrinne" übersetzt.

"Wie sieht es eigentlich mit dem Verhältnis der Kölner Bands untereinander und dem Nachwuchs aus? Gibt es das sogenannte kölsche Kleeblatt noch?", wollte Holger Willcke wissen. So nennt man die großen Fünf mit Bläck Fööss, Höhner, Brings, Paveier und Räuber. "Es gibt in der heutigen Szene so viele gute Bands, von denen jede für sich ein Aushängeschild für die Domstadt ist. Da noch vom Kleeblatt zu sprechen, ist schwierig", meinte Krautmacher.

Dass die kölschen Bands auch untereinander befreundet sind, konnten sowohl Krautmacher als auch Bäumer bestätigen. Das sei auch für die Szene sehr wichtig: "So einen Abend in der 'Lachenden Lanxes-Arena' müssen alle zusammen stemmen", sagte Bäumer. Ein kleiner Konkurrenzgedanke sei aber für das Geschäft auch sehr wichtig: "Wir alle haben doch jedes Jahr aufs Neue den Ehrgeiz, die Konkurrenz auszustechen und den beliebtesten Sessionshit zu schreiben", sagte Krautmacher. Dass derzeit so viele gute neue Bands im rheinischen Karneval unterwegs sind, freue ihn sehr: "Der Nachwuchs ist definitiv da", stellte Krautmacher fest. Besonders gut gefalle ihm die Kölner Gruppe Pläsier: "Von denen werden wir noch viel hören", ist sich der Höhner-Frontmann sicher.

Im zweiten Teil der Talkrunde kamen die Zuschauer selbst zum Zug: Sie durften ihre Fragen an Mirko Bäumer und Henning Krautmacher auf Bierdeckel schreiben, die anschließend eingesammelt und vorgelesen wurden. "Könntet Ihr euch vorstellen, weibliche Bandmitglieder aufzunehmen?" lautete die erste Frage aus dem Publikum. "Bevor ich angefangen hatte, wurden viele Damen gecastet", erinnerte sich Krautmacher. "Wie hält man sich in der Session fit?", fragte ein anderer. Bewegung, gesunde Ernährung und viel Schlaf sind bei beiden Sängern wichtige Voraussetzungen.

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