Trends 2018: Hierhin fahren die Bonner in den Urlaub

Trends 2018 : Hierhin fahren die Bonner in den Urlaub

Die Bonner buchen ihren Sommerurlaub. Insbesondere zwei Länder sind in den Bonner Reisebüros beliebt. Wir haben nachgefragt.

Die Urlaubszeit steht bevor. Was sind die Trends in diesem Jahr? Im Tui-Reisebüro in der Maximilianstraße sind alle Ziele in Spanien sehr gefragt, daneben liefe Griechenland auch gut, wie Reisekauffrau Claudia Beu dem GA mitteilte. Vor allem in den zwei Ländern hätten die Preise angezogen. Spanien und Griechenland dienten nun vielen Touristen als Alternativen zu Ländern wie der Türkei, Tunesien oder Ägypten. Das "nicht-arabische Mittelmeer" sei gefragt, so Reiseexpertin Beu.

Ihr ist aufgefallen, dass viele Bonner ihr Reisebudget aufgestockt haben, um sich die verdiente Auszeit so schön wie möglich zu machen. Während günstige Pauschalurlaube bei Beu immer weniger genommen werden, steigt bei Kunden aus Bonn das Interesse an Kreuzfahrtreisen. Was Fußballfans dabei freuen dürfte: In diesem Jahr wollen sogar einige Kreuzfahrtschiffe die WM auf Leinwänden übertragen. Die Reiseexpertin freut sich über den gesteigerten Urlaubsetat ihrer Kunden: "Damit kann man arbeiten", verrät sie grinsend.

Seit 30 Jahren existiert das Reisebüro Fernweh in der Meckenheimer Allee. Manche Kunden kämen bereits genau so lange vorbei, um ihre Reise zu planen, wie der Mitgeschäftsführer Jürgen Cordts sagt. Eigentlich ist das Reisebüro auf Individualreisen spezialisiert, die häufig in die Länder Australien, Neuseeland, USA oder nach Kanada gehen. Aber auch Cordts stellt fest, dass der Trend klar zu Griechenland und Spanien geht. "Die Preise haben deutlich angezogen", sagt Cordts. Einer Familie mit zwei Kindern habe er im vergangenen Jahr eine zweiwöchige All-Inclusive-Reise für 3800 Euro nach Mallorca organisiert, in diesem Jahr lag der Preis für das gleiche Hotel schon bei 4600 Euro.

Türkei schwer zu vermitteln

Tunesien, Marokko und die Türkei kann Cordts nur schwer vermitteln. Insbesonders der Ruf der Türkei hat bei vielen Urlaubern gelitten. Aber nicht nur wegen der Anschläge. Viele teilten Cordts auch persönlich mit, dass sie aufgrund des türkischen Präsidenten Erdogan nicht in das Land reisen.

Die Nachfrage für das Urlaubsziel Spanien hat im Reisebüro von Ingrid Oellien etwas nachgelassen, weil die dortigen Preiserhöhungen viele Kunden abschrecken würden. Wer flexibel sei, könnte aber für die Hauptsaison noch einige gute Angebote erzielen. Sonst habe sich "nicht großartig" etwas bei der Urlaubswahl geändert.

Die Türkei sei laut Oellien in den Hintergrund gerückt. Viele hätten vor Erdogan Angst. "Arabische Länder sind bei meinen Kunden zurzeit tabu", sagte sie. Im Gegensatz zu ihrer Kollegin aus dem Tui-Reisebüro habe sie keinen deutlichen Anstieg bei Kreuzfahrtreisen festgestellt.

Mehr Informationen zu Reisethemen auf unserer GA-Reise-Seite.

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