Müllabfuhr, Rettungsdienste und Polizei: Hier sind Bonner zum Jahreswechsel im Dienst

Müllabfuhr, Rettungsdienste und Polizei : Hier sind Bonner zum Jahreswechsel im Dienst

Nicht nur über die Weihnachtsfeiertage, auch an Silvester und Neujahr haben viele Menschen nicht frei, sondern müssen arbeiten. Vor allem in den Kliniken, bei der Feuerwehr und der Polizei herrscht gerade an diesen Tagen Hochbetrieb.

Die Unikliniken: Im Interdisziplinären Notfallzentrum (INZ) des Universitätsklinikums Bonn (UKB) stehen jeden Tag rund um die Uhr Ärzte fast aller Fachrichtungen bereit, sagt Ingo Gräff, Ärztlicher Leiter des Interdisziplinären Notfallzentrums (INZ), dem GA auf Nachfrage.

Diese ärztliche Besetzung sei auch für Tage wie Silvester angemessen. Demgegenüber sei allerdings die pflegerische Besetzung erhöht, da diese Fachkräfte für die Ersteinschätzung der eingelieferten Patienten sowie für die Dringlichkeitseinstufung in Bezug auf die Behandlung zuständig sind. Grund: „Die Silvesternacht gehört zu den Nächten innerhalb des Jahres, an denen mit einem etwas erhöhten Aufkommen an leichten und schweren Verletzungen zu rechnen ist“, so Gräff.

Die häufigsten Verletzungen an Silvester seien leichte Verbrennungen, vor allem an den Händen, Knalltraumen durch Böller sowie Verletzungen an den Augen durch herumfliegende Partikel.

Feuerwehr und Rettungsdienste: Rund um die Uhr einsatzbereit sind die Feuerwehr und Rettungsdienste, teilt die Stadt Bonn mit. Mit mehr als 60 Feuerwehrbeamten, bis zu 30 Einsatzkräften des Rettungsdienstes sowie bis zu drei Notärzten sind die Feuerwachen am Lievelingsweg, in Beuel, Bad Godesberg und Hardtberg sowie am Universitätsklinikum auf dem Venusberg auch zu Silvester und Neujahr rund um die Uhr besetzt.

„Außerdem sind die 18 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr an den Feiertagen darauf vorbereitet, jederzeit in den Einsatz zu gehen“, so Markus Schmitz vom städtischen Presseamt. In der Silvesternacht 2017/2018 sei die Feuerwehr im Zeitraum von 18 bis 6 Uhr zu insgesamt 104 Einsätzen gerufen worden. Hiervon entfielen 20 Einsätze auf Brandschutz und technische Hilfeleistung und 84 Einsätze auf den Rettungsdienst.

Bei 14 Einsätzen handelte es sich um Kleinbrände oder Containerbrände, die auf den Gebrauch von Feuerwerk zurückzuführen waren, erklärte Schmitz. „Größere Einsätze waren ein Kellerbrand in Graurheindorf und ein brennender Pkw in einem Carport in Medinghoven.“

Kläranlage: Von der Leitstelle der Kläranlage Salierweg aus werden, so Markus Schmitz, die vier städtischen Klärwerke und zahlreiche Pumpstationen im Kanalnetz rund um die Uhr gesteuert und überwacht. 21 Mitarbeiter im Schichtdienst bedienen die Kläranlage und stellen die Überwachung sicher.

Zusätzlich haben rund 25 Mitarbeiter des Tiefbauamtes Rufbereitschaft. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass plötzlich auftretende Fahrbahneinbrüche, Störungen des Abwasserabflusses oder Schäden am Straßentunnel Bad Godesberg möglichst umgehend behoben werden.

Wache GABI bis 2 Uhr im Einsatz

Die Stadt Bonn: Der Stadtordnungsdienst ist an den Feiertagen in der Zeit von 10 bis 20 Uhr im Einsatz und kümmert sich um akute Probleme, wie zum Beispiel zugeparkte Feuerwehrzufahrten oder Parkplätze für Schwerbehinderte. Überdies gehen die Mitarbeiter allgemeinen Ordnungswidrigkeiten nach, wie beispielsweise Ruhestörungen beim unerlaubten Zünden von Feuerwerkskörpern vor und nach Silvester.

Die Gemeinsame Anlaufstelle von Stadt und Polizei in der Innenstadt - GABI - ist an Neujahr von 10 bis 24 Uhr besetzt. Am Silvesterabend sind insgesamt elf Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes und der Wache GABI bis 2 Uhr im Einsatz.

Polizei: Natürlich ist auch die Polizei an Silvester und Neujahr rund um die Uhr im Einsatz. Im vergangenen Jahr gingen bei der Polizei laut Polizeisprecher Frank Piontek in der Zeit vom 31. Dezember 2017, 20 Uhr, bis zum Neujahrstag 2018, 6 Uhr, 301 Notrufe und Meldungen ein.

In den Jahren zuvor bewegte sich die Anzahl der Notrufe im Bereich von 380 bis 420. „Häufigste Einsatzanlässe sind Sachbeschädigungen, Streitigkeiten, Ruhestörungen und Körperverletzungen“, sagte Piontek.

600 Mitarbeiter der SWB im Dienst

Die Stadtwerke: Die Stadtwerke behandeln ihrer Sprecherin Veronika John zufolge den Jahreswechsel wie ein normales Wochenende. Notfallpläne, etwa beim Heizkraftwerk, in der Stromversorgung oder bei Bus und Bahn, gebe es, so John, quasi das ganze Jahr über.

Insgesamt seien rund 600 Mitarbeiter der SWB während aller Feiertage im Dienst oder stünden per Rufbereitschaft zur Verfügung. Bei Bussen und Bahnen gelte an Silvester der Samstagsfahrplan, an Neujahr der reguläre Sonntagsfahrplan.

Bonnorange: An Silvester und Neujahr sind laut Bonnorange-Sprecher Stefan Hülsdünker insgesamt 29 Mitarbeiter im Einsatz. „Der grobe Müll durch die Silvesterfeuerwerke, den unsere Handreiniger aufkehren, landet in der Bonner MVA. Der Müll, den unsere Kehrmaschinen aufnehmen, wird von Remondis weiterverwertet.“