Vergleich für Bonn und Rhein-Sieg-Kreis: Hier ist das Nettoeinkommen in der Region am höchsten

Vergleich für Bonn und Rhein-Sieg-Kreis : Hier ist das Nettoeinkommen in der Region am höchsten

Beim Nettojahreseinkommen pro Einwohner gibt es teils große Unterschiede zwischen den Städten und Gemeinden in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Wir zeigen, wo den Menschen am meisten Geld zur Verfügung steht.

Was das Nettojahreseinkommen pro Einwohner betrifft, stehen der Rhein-Sieg-Kreis wie auch die Stadt Bonn im NRW-Vergleich sehr gut da. Während die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis nach Angaben des Statistischen Landesamtes NRW im Jahr 2016 (aktuellster Stand der Erhebung) rund 2426 Euro mehr zur Verfügung hatten als der Landesdurchschnitt (26.140 Euro), waren es in Bonn sogar 4001 Euro.

In der Bundesstadt Bonn verfügte jeder Einwohner folglich über ein durchschnittliches Nettojahreseinkommen von 30.141 Euro. Das waren immerhin 717 Euro mehr als noch 2014. Damit liegt Bonn zwar vor Köln (28.415), aber hinter der Landeshauptstadt Düsseldorf (33.806).

Im Rhein-Sieg-Kreis stand jedem Einwohner 2016 ein Nettojahreseinkommen von 28.566 Euro zur Verfügung, wobei es zwischen den Städten und Gemeinden des Kreises teils große Unterschiede gab. Ganz vorne im Ranking landete Bad Honnef (33.826 Euro). Direkt dahinter folgten Königswinter (33.340) und Wachtberg (33.087). Die 30.000-Euro-Marke pro Einwohner knackten ansonsten lediglich Lohmar (31.103), Alfter (30.616) und Bornheim (30.232).

Ganz hinten landeten im Vergleich der Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises sowohl Eitorf (23.681 Euro) und Windeck (24.534) von der oberen Sieg als auch das linksrheinische Meckenheim (25.970). Die Kreisstadt Siegburg landete im Mittelfeld (26.618).

Die größte Entwicklung beim Nettojahreseinkommen pro Einwohner ist in Rheinbach zu verzeichnen. Hier stieg der Wert seit dem Jahr 2014 um 1073 Euro. Eine ähnlich gute Tendenz ist in den Gemeinden Alfter (plus 974), Neunkirchen-Seelscheid (plus 963), Lohmar (plus 949) und Hennef (plus 929) zu beobachten. Kaum Veränderungen gab es seit 2014 hingegen in Meckenheim (plus 268) oder Swisttal (plus 379).

Michael Schmaus, Konjunkturexperte der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, sieht insgesamt eine sehr gute wirtschaftliche Entwicklung für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis. Gerade in der Bundesstadt gebe es durch große Unternehmen einen stetigen Zuwachs an Arbeitsplätzen. Das habe auch Auswirkungen auf die umliegenden Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis.

"Die positive Entwicklung beim Nettoeinkommen ist vor allem auf die gute Branchenzusammensetzung und die Nähe zu Bonn zurückzuführen", erklärt Schmaus auf GA-Anfrage. Gut ausgebildete Fachkräfte siedeln sich mit ihren Familien zunehmend in den Städten und Gemeinden in unmittelbarer Nähe zur Bundesstadt an. Laut aktueller Prognosen werde das in Zukunft auch so weitergehen. Gleichzeitig könnte dies eine Erklärung für den hohen Einkommensanstieg beispielsweise in Rheinbach oder Alfter sein.

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