Universität in Bonn: Henry-Kissinger-Professur wird zur Dauereinrichtung

Universität in Bonn : Henry-Kissinger-Professur wird zur Dauereinrichtung

Die Henry-Kissinger-Professur soll zu einer Dauereinrichtung an der Bonner Universität werden. Inhaber James Bindenagel wird den Posten aber nicht mehr innehaben.

Bei ihrer Gründung vor fünf Jahren hatte sie vernehmbar für Diskussionen gesorgt, nun soll sie zu einer Dauereinrichtung an der Universität werden: Die Henry-Kissinger-Professur mit ihrem Center for International Security and Governance (CISG) soll zum künftigen Wintersemester an der Alma Mater als regulärer Lehrstuhl etabliert werden. Dessen bisheriger Inhaber James Bindenagel wird ihn dann nicht mehr bekleiden, ein Berufungsverfahren läuft.

Zwei Mal war die Henry-Kissinger-Professur mit James Bindenagel verlängert worden. Träger der so genannten Stiftungsprofessur waren im bisherigen Gesamtzeitraum das Auswärtige Amt und das Bundesverteidigungsministerium gewesen.

Deren Förderperiode läuft nun definitiv aus, so dass die Universität die Professur zum regulären Lehrstuhl „befördert“. Dies geschieht parallel zur Begründung des neuen Exzellenzzentrums CASSIS (Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies), in welches die Kissinger-Professur und CISG integriert werden – wohl auch räumlich zusammengeführt auf dem neuen Innovationscampus Bonn.

Dabei wird der neue Henry-Kissinger-Professor dem CASSIS vorstehen, heißt es in der Universität. Wer die Professur künftig bekleiden wird, ist nach Auskunft des Instituts offen.

Die Einrichtung der Henry-Kissinger-Professur hatte 2014 zu einer intensiven Debatte um den Namensgeber geführt. Kritiker hatten mit Verweis auf die Rolle des US-Außenpolitikers Kissinger im Vietnamkrieg sowie bei Staatsstreichen in Lateinamerika seine Eignung als Namenspatron infrage gestellt.

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