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Hauptbahnhof in Bonn: Rote Spur für Radfahrer auf der Quantiusstraße

Verkehr am Bonner Hauptbahnhof : Rote Spur für Radfahrer auf der Quantiusstraße in Bonn

Seit Wochen wird über den Verkehr am Bonner Hauptbahnhof diskutiert. Jetzt soll ein roter Radweg in der Quantiusstraße für mehr Sicherheit sorgen.

Fahrzeuge, die auf dem Radweg parken und entgegenkommende Autos, die beim Überholen die Radspur passieren: Fahrradfahrer, die aus südlicher Richtung in der Quantiusstraße unterwegs sind, müssen mit einigen Hindernissen rechnen. Ein roter Fahrradstreifen soll den Radlern nun mehr Schutz bieten. Das hatte die Bezirksvertretung auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen. Zuvor war dort eine gestrichelte Linie markiert. „Mit dem Radfahrstreifen und dessen durchgehender roten Markierung soll deutlich herausgestellt werden, dass dort kein Befahren, Halten und Parken durch Autos zulässig ist“, erklärt Markus Schmitz vom Presseamt.

Alexander Donja, ein Mitarbeiter der Fahrradstation, hat die Markierungsarbeiten beobachtet. „Vor einer Woche ist der Streifen fertig geworden, das haben die echt gut gemacht, er ist auch recht breit“, berichtet Donja. Auch eine Fahrradfahrerin konstatiert: „Die Maßnahme finde ich gut, das strahlt mehr Sicherheit aus.“ Das sieht auch ein anderer Radler so: „Die rote Markierung hilft, weil das Autofahrer davon abhält, nach ganz links auszuweichen und dabei auch die Radfahrer zu übersehen“, sagt er. Ganz greife der Streifen aber nicht, denn „einige Unverbesserliche“ würden weiterhin mit ihren Autos auf dem Radstreifen parken, kritisiert der Fahrradfahrer. Er meint, dass das Beispiel in Bonn Schule machen dürfte. „Autofahrer rechnen nicht immer damit, dass ihnen Fahrradfahrer entgegen kommen.“

Auch Donja beobachtet weithin Autofahrer, die den roten Streifen passieren. „Die Autos stehen trotzdem weiter auf den Fahrradstreifen. Die Stadt muss hier mehr kontrollieren“, fordert er. So wurden auch Autofahrer gesichtet, die beim Überholen des Busses auf den gegenüberliegenden Fahrradstreifen geraten seien. „Und das trotz durchgezogener roter Linie.“ Doch auch Autofahrer kritisieren die Situation in der Quantiusstraße, die durch die Markierung für sie nun noch enger geworden sei als zuvor. Viele Autofahrer nutzen die Quantiusstraße, um jemanden auf der Rückseite des Bahnhofs abzusetzen oder abzuholen.

Bei dem neu markierten Fahrradweg handelt sich übrigens nicht um eine „Protected Bike Line“, wie sie vor kurzem am Bertha-von-Suttner-Platz eingerichtet wurde. „Es ist ein Radfahrstreifen“, erklärt Markus Schmitz.