Zufriedene Besucher in Bonn: Gute Bilanz beim Poppelsdorfer Straßenfest

Zufriedene Besucher in Bonn : Gute Bilanz beim Poppelsdorfer Straßenfest

Regenschauern und Diskussionen im Vorfeld zum Trotz herrschte hohe Zufriedenheit unter den Besuchern des Poppelsdorfer Stadtfestes. Ein Highlight des Festes war ein "Zouk-Flashmob".

Das bekannte Straßenfest an der Clemens-August-Straße wird seit 34 Jahren ausgerichtet. Am Samstag hat es zum ersten Mal stattgefunden, seit der Ortsbund Poppelsdorf die Neugründung als eingetragener Verein vollzogen hat. Als Aushängeschild des Dachverbandes der örtlichen Vereine ist das Fest von großer lokaler Bedeutung, nicht zuletzt für die ansässigen Gastronomen und Händler.

Im Vorfeld hatte es Gerüchten zufolge einige Unstimmigkeiten gegeben, dabei ging es neben höheren Standmieten und einer neuen Müllentsorgungsgebühr in Höhe von 30 Euro auch um die Außenbestuhlung mancher Lokale, deren Sondernutzungsrecht aufgrund eines Versäumnisses des Ortsbundes offenbar nicht wie sonst üblich für die Veranstaltung aufgehoben wurde. Dadurch wurde es mit dem Platz knapper, das Ergebnis hielten jedoch alle angesprochenen Teilnehmer für akzeptabel.

Viele hoben eine gute Abstimmung mit dem Ortsbund hervor, für die höheren Kosten zeigte man teils mehr, teils weniger Verständnis. Während manche der Straßenhändler die Entwicklung mit Sorge betrachteten, wurde am Flohmarktstand der Gemeinde Sankt Sebastian die Müllgebühr verteidigt: "Früher haben das Ehrenamtliche gemacht, das ist bei dem großen Publikum nicht länger zumutbar. 30 Euro sind in Ordnung", sagte eine Vertreterin. Als Verbesserung gegenüber der Vorjahre wurde das musikalische Programm hervorgehoben, das auf zwei Bühnen für Stimmung sorgte.

Neben Vorführungen von zwei Bonner Tanzschulen kam es auch zu einer Performance, die nicht offiziell auf dem Plan stand: Die Besucher erhielten eine Kostprobe des aus Brasilien stammenden "Zouk", ein langsamer, aber lebendiger Paartanz mit besonders fließenden Figuren. Angeknüpft werde damit an die Tradition von Zouk-Flashmobs, die 2013 in Australien begründet wurde, erläuterte Mitorganisator Martin Konrad. Die Teilnehmer hatten zum "International Zouk Day" in Bonn bereits an mehreren Orten in der Innenstadt getanzt, dafür sei drei Monate lang trainiert worden.

Zur Gewerbeschau eines externen Autohändlers, die als Nutzung freier Fläche zur Diskussion gestanden hatte, kam es nicht. Darüber freute sich nicht nur eine Mitarbeiterin der Flora-Apotheke: "Es ist immer noch das schöne Poppelsdorfer Straßenfest, so wie wir es kennen. Und so soll es auch bleiben."