Wahlkampf in Bonn: Guido Westerwelle sucht das Gespräch mit Passanten

Wahlkampf in Bonn : Guido Westerwelle sucht das Gespräch mit Passanten

In weniger als acht Wochen ist Bundestagswahl. Von heißen Wahlkämpfen ist in Bonn allerdings noch kaum etwas zu spüren. Auch am Tour-Bus der FDP-Bundestagsfraktion Montagabend auf dem Friedensplatz nicht. Dort gab sich ein sichtlich gut aufgelegter Guido Westerwelle als Außenminister zum Anfassen und plauderte locker mit Passanten.

Politik spielte in den Gesprächen kaum eine Rolle. Die Leute zückten lieber die Kameras und Handys, um ein Foto von sich und dem Außenminister zu schießen.

EinStudent fasste sich dann doch ein Herz und sprach Westerwelle auf den Europäischen Auswärtigen Dienst an. Er sagte, dass er in Krisenregionen keine einheitliche Linie der Europäer erkennen könne.

Der Außenminister erinnerte daran, der EAD sei ja erst 2010 ins Leben gerufen worden. Aus seiner Sicht sei der EAD schon "in Siebenmeilenstiefeln" unterwegs, "was Ihnen dennoch in den Krisengebieten zu langsam vorkommen mag", räumte Westerwelle ein.

Ausgiebig erkundigte er sich bei dem Studenten und seinen Begleiterinnen nach dem Studium und ihren Berufszielen. Als eine von ihnen erzählte, sie promoviere als Biologin im Institut im Poppelsdorfer Schloss, weckte das bei Westerwelle, der in Bonn zur Schule gegangen ist und Jura studiert hat, Erinnerungen: "Da habe ich die tollsten Studentenfeten gefeiert."

Spaß hatten zwei Frauen aus Chile und Costa Rica, als sie den Außenminister entdeckten. Klar, dass Guido Westerwelle auch mit ihnen für ein Foto posierte. Die Bilder wollen sie ihren Angehörigen daheim schicken.

Mit seinem alten Weggefährten, dem Bonner FDP-Kreisverbands- und Ratsfraktionschef Werner Hümmrich, dessen Ehefrau Christina sowie zahlreichen Stadtverordneten und Parteimitgliedern ging es dann ins "Bönnsch", wo die Bonner Liberalen traditionell die Sommerpause mit einem kühlen Bier einläuten.

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