Dransdorfer Gewerbegebiet: Grundstein für neue Großküche

Dransdorfer Gewerbegebiet : Grundstein für neue Großküche

Gerade einmal elf Jahre hat es gedauert, das aus dem kleinen Familienunternehmen Lehmanns einer der 30 größten Caterer in Deutschland geworden ist. Schon 2010 wurde am Stammsitz, dem Saime-Genc-Ring 31, eine Großküche angebaut, jetzt folgt eine noch größere.

„Dann können wir endlich die Anfragen bedienen, die wir in den letzten Jahren ablehnen mussten“, sagte Stefan Lehmann am Freitag bei der Grundsteinlegung. Das neue Gebäude bietet auf rund 3000 Quadratmetern im Erdgeschoss eine hochmoderne Küche und im Obergeschoss Büros, eine Übungsküche und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter. Auch ein Keller wird gebaut. Für das Ganze werden laut Markus Schäfer, Prokurist im Hause Lehmann, rund acht Millionen Euro veranschlagt.

Frisch gekocht und dann gekühlt

Es wird eine „Cook-and-chill“-Küche: Dort wird das Essen gekocht und direkt danach innerhalb von 90 Minuten auf zwei bis vier Grad Celsius gekühlt. Dann wird es zum Kunden – überwiegend Schulen – gebracht, wo es in Küchen fertiggestellt wird. Das Essen sei dann frischer, qualitativ besser und sehe auch schmackhafter aus.

„Das ist momentan das innovativste Garverfahren“, so Schäfer. Und es werde von vielen der 120 Kunden angefragt, für die derzeit mehr als 8000 Mahlzeiten zubereitet werden. In der alten Küche werden weiterhin Essen gekocht, die tiefgekühlt ausgeliefert werden.

Gleich vier amtierende und ehemalige Bürgermeister waren gekommen

Das Bauwerk entsteht auf dem Gelände, das bislang als Parkplatz genutzt wird. Man dürfe aber ein weiteres Grundstück für Parkplatz und Lagerhalle kaufen, sagte Unternehmensgründer Günther Lehmann, dem es wichtig war, den modernen Weg zu gehen.

Dass dieses Projekt wichtig ist, sah man daran, dass gleich vier amtierende und ein ehemaliger Bürgermeister gekommen waren: Neben Oberbürgermeister Ashok Sridharan war dessen Vorgänger Jürgen Nimptsch zugegen, außerdem für Bornheim Jürgen Henseler und für Alfter Rolf Schumacher sowie Stephan Vehreschild aus Niederkassel. Sridharan, der schon im Rhein-Sieg-Kreis mit Günther Lehmann zusammengearbeitet hatte, lobte: „Der Großteil der Ware, die verarbeitet wird, kommt aus der Region.“

Der Bauherr setzt auf gutes Wetter

Schumacher betonte: „Wir verstehen unsere Kommunen nicht als Konkurrenten, sondern als Partner.“ Henseler stimmte zu und wünschte sich, „dass diese starke Region stark bleibt und vielleicht ein bisschen stärker wird.“

Bei guter Wetterlage werde man für den Bau elfeinhalb Monate brauchen, sagte Stefan Weißkirchen, Prokurist bei der Baufirma Josef Klein. Architekt Friedrich Hachtel stellte das Z-förmige Energiespar-Gebäude vor. Dann füllten Stefan und Günther Lehmann die Zeitkapsel, die sie in den Grundstein einmauerten: Darin enthalten sind unter anderem ein Brief an die Zeitkapsel, das Leitbild des Unternehmens, das Lehmannlied, eine Speisekarte und der aktuelle GA.

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