Rheinisches Lesefest: Großes Finale von Käpt'n Book in Bonn

Rheinisches Lesefest : Großes Finale von Käpt'n Book in Bonn

In Bonn endete die beliebte Veranstaltungsreihe mit dem Besuch der beiden Raumfahrer Sigmund Jähn und Gerhard Thiele. Ihr Besuch ließ das Deutsche Museum aus allen Nähten platzen.

Zwei Wochen lang stand das Rheinland ganz im Zeichen des Buches: In zahlreichen Veranstaltungen in Bonn und der Region sind beim großen Lesefest Käpt'n Book wieder Kinder und Jugendliche für und vom Lesen begeistert worden. Zum großen Abschluss hatten nun die Veranstalter ins Deutsche Museum eingeladen, wo die Reise ins Weltall ging. Highlight des Familienfestes war die Eröffnung der neuen Sonderausstellung „ALL.täglich!“ zur Weltraumforschung, die mit Kosmonautenlegende Sigmund Jähn und Astronaut Gerhard Thiele eröffnet wurde. Jähn stammt aus der ehemaligen DDR und war vor 40 Jahren der erste Deutsche im All und Held einer ganzen Generation, und auch jetzt vermochte der 81-Jährige es mühelos, die Kinder im aus allen Nähten platzenden Museum zu faszinieren. Mit Autorin Maja Nielsen las er aus dem Sachbuch „Kosmonauten. Mit 20 Millionen PS ins All“ und verteilte hinterher Autogramme. „Besser könnte es hier nicht laufen“, betonte Museumschefin Andrea Niehaus.

Natürlich nahmen Weltraum-Abenteuer einen wichtigen Platz im Programm ein, weswegen auch Bernd Flessner mit seinem kleinen Major Tom erneut zum Zuge kam. „Das freut mich auch deshalb, weil Tom ein Bonner Kind ist“, sagte dieser. „Die Idee zu den Büchern entstand hier, gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und unter Mitwirkung von Gerhard Thiele. Insofern finde ich es klasse, in diesem besonderen Rahmen noch einmal diese Geschichten zu lesen.“ Das fanden auch die Kinder, etwa der neunjährige Evan. „Ich habe schon in der Grundschule viel über Astronauten gelernt“, sagte er.

Auch andere Interessen wurden an dem Nachmittag nicht vernachlässigt: Dorothée de Monfreid las mit einer Übersetzerin von einer Hundebande, während das Figurentheater Köln Pippi Langstrumpf auf die Bühne holte. „Diese Mischung ist uns besonders wichtig“, betonte Organisatorin Cornelia Kothe, die ein durchweg positives Fazit zog. „An 14 Tagen hatten wir insgesamt 536 Veranstaltungen, zu denen mindestens 45 000 Gäste kamen“, sagte sie.

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