Woche der Kulturen: Grenzen überwinden mit Kunst und Literatur

Woche der Kulturen : Grenzen überwinden mit Kunst und Literatur

Die 10. Bonner Woche der Kulturen eröffnet mit dem Motto „Durch Literatur Vielfalt gestalten“. Ziel ist es, ein Forum der Begegnung zu schaffen. In den vergangenen Jahren kamen 1000 Besucher.

Mit der am Donnerstagabend im Haus der Evangelischen Kirche eröffneten 10. Bonner Woche der Kulturen (BWK) möchten die Veranstalter in Bonn und in der Region ein Zeichen gegen Rassismus und Vorurteile setzen und das Interesse an interkultureller Begegnung und dialogischer Auseinandersetzung zu migrations- und gesellschaftspolitischen Themen fördern. Alle zwei Jahre veranstaltet die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit in Bonn (EMFA) in Zusammenarbeit mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) mit Unterstützung der Stadt Bonn die Woche der Kulturen im Wechsel mit der Bonner Buchmesse Migration.

Auch die diesjährige Veranstaltung will mit Lesungen, Diskussionsforen, Vorträgen und Ausstellungen ein Forum der Begegnung mit Kultur und Literatur bieten. Als Spiegel unserer Gesellschaft sollen die bis in den Dezember hinein geplanten Veranstaltungen zum Nachdenken bewegen und den Dialog zwischen den Kulturen fördern.

Bis zu 1000 Besucher nahmen in den letzten Jahren die Angebote der BWK wahr und setzten sich dabei mit Integrationsthemen unserer Zeit auseinander. „Es ist ein Versuch, den Austausch zwischen den Kulturen herzustellen“, eröffnete Pfarrer Dirk Voos von der EMFA als Moderator den Festakt. „Die Kultur- und Literaturschaffenden regen dazu an, sich kritisch mit den Fragen unserer Gegenwart auseinandersetzen“, sagte Hidir Celik, Leiter der EMFA in seiner Begrüßung zu den rund 50 Gästen der Eröffnungsfeier.

Kurz zuvor hatte man zum Auftakt Kostproben aus dem Kammerkonzert „Salam to Syria“ mit Ashraf Kateb (Violine) und Dania Tabbaa (Klavier) gehört, auf die sich Celik in seiner Rede bezog. Er habe beim Hören der Musik gedanklich das Elend und die Zerstörung in Syrien gesehen und gelitten.

Doch dann habe er auch „diese wundervolle Musik“ genießen können, bei der er die Erleichterung gespürt habe, Grenzen überwinden zu können, „um über meinen Schatten zu springen“, so Celik. Auf diese Weise sollten auch die kommenden Veranstaltungen einen Beitrag dazu leisten, Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen und zu einer interkulturellen Öffnung herauszufordern. In weiteren Grußworten setzten sich auch Christian van den Kerckhoff, Geschäftsführer des BMI, Rahim Öztürker vom Integrationsrat Bonn und Almut Schubert, Synodalbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, für die Förderung des interreligiösen Dialogs ein.