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Sperrung von Strecken möglich: Gericht erwägt Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn

Sperrung von Strecken möglich : Gericht erwägt Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn

Das Kölner Verwaltungsgericht denkt über streckenbezogene Fahrverbote in Bonn nach. Vor einem Urteil wollte sich das Gericht aber noch beraten.

Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn werden wahrscheinlicher. In einem Verfahren vor dem Kölner Verwaltungsgericht sagte der Vorsitzende Richter Michael Huschens, man denke über ein streckenbezogenes Verbot in Bonn sowie eine zonale Einschränkung in Köln nach. Vor einem Urteil wollte sich das Gericht aber noch beraten. Nach den Überlegungen des Richters stellten Vertreter des zuständigen Regierungsbezirks infrage, ob dies verhältnismäßig wäre. Das Urteil dürfte noch am Donnerstag folgen.

Die Deutsche Umwelthilfe klagt auf eine Änderung der Luftreinhaltepläne in Köln und Bonn. In der Domstadt wird der EU-Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) deutlich überschritten - statt der erlaubten 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittelwert waren es 2017 bis zu 62 Mikrogramm. In Bonn lag der Wert bei bis zu 47 Mikrogramm. Aus Sicht der Umwelthilfe sind Fahrverbote das einzig wirkungsvolle Mittel, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen.