Amtsübergabe im Münster Carré: Gerd Mainzer folgt Ansgar Knipper bei den Maltesern Bonn

Amtsübergabe im Münster Carré : Gerd Mainzer folgt Ansgar Knipper bei den Maltesern Bonn

Bei den Maltesern in Bonn hat es einen Wechsel im Vorstand gegeben. Schuld war ein leichtsinniges Versprechen.

Manche Aussage gegenüber Vertretern des Malteser Hilfsdienstes können fatal sein. Als Gerd Mainzer äußerte, er könne sich vorstellen, im Ruhestand für die Malteser tätig zu werden, da war es schon um ihn geschehen. Damals war er nicht einmal Mitglied, nun ist er Stadtbeauftragter. „Reicht man uns den kleinen Finger, nehmen wir gleich den ganzen Arm“, sagte Diözesanleiter Albrecht Prinz von Croy bei der Amtsübergabe am Donnerstag im Münster Carré.

Und so hat Mainzer nach 39 Jahren als Polizist, von denen er viele im Ramersdorfer Polizeipräsidium verbracht hat, also von jetzt auf gleich eins der höchsten Malteserämter in Bonn übernommen. Dessen vorrangige Aufgabe wird künftig die Planung und Koordination der ehrenamtlichen Arbeit der Malteser in Bonn sein. Prinz von Croy bat um Nachsicht „für länger werdende Abende“. Er versprach aber: „Für andere Menschen da sein macht süchtig.“ Die Aufgabe erfülle ihn mit Freude und Stolz, sagte der Neue im Amt. Für ihn als Christ sei es auch eine Verpflichtung in Zeiten, in denen „Gemeinwesen keine Selbstverständlichkeit ist“. Er wolle die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, der Stadt, mit Polizei und Feuerwehr, Vereinen und anderen vertiefen.

Mainzer löst Ansgar Knipper ab, der fünf Jahre lang Stadtbeauftragter war, und Albrecht Prinz von Croy dankte auch Mainzers Frau. Ihr Mann sei ein Hanseat mit großem Herz. „Wir geben Ihnen ihn leidlich unbeschädigt wieder zurück.“ Auch Knippers Stellvertreter Hermann-Josef Borjans wurde aus seinem Amt verabschiedet, nach immerhin 16 Jahren im Dienst für die Malteser. Bürgermeister Rainer Limbach dankte beiden für ihre Arbeit für die Menschen in Bonn. Sie seien „Vorbilder für Nächstenliebe“, und solche brauche die Gesellschaft. Ausgezeichnet wurden unter anderem Malteser, die bei der Flüchtlingshilfe aktiv waren. Ihnen wurde die „Refugee Aid Medal“ des Hilfsdienstes überreicht. Daneben wurden zwei neue Ehrenamtler für leitende Aufgaben verpflichtet.

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