Nordbrücken-Test: Gemütlich über die Südbrücke

Nordbrücken-Test : Gemütlich über die Südbrücke

Das ganz große Chaos ist ausgeblieben. Dennoch mussten am Montag vor allem als Autofahrer deutlich mehr Zeit für die Rhein-Überquerung einplanen als in Zeiten ohne Brückensanierung. Der GA hat sechs Reporter in den morgendlichen Berufsverkehr geschickt, um den Praxistest zu machen: Wie komme ich am schnellsten zur Arbeit?

Bonn-Ramersdorf, 7.25 Uhr. Einmal über die Straße und man ist auf der Konrad-Adenauer-Brücke, auf "Bonn-Deutsch" Südbrücke genannt. Die Menschen, die hier auf den Bus warten, interessiert an diesem Tag eine andere Brücke. "Meine Tochter", sagt eine Frau, "fährt immer über die Nordbrücke. Auch heute. Es sei schon nicht so schlimm, hat sie gemeint. Naja, selbst schuld."

Taxifahrer Wilfried Koglin steht in Ramersdorf zum ersten Mal: "Ich bin sonst in Pützchen. Aber auch von hier wird sich kaum einer auf ein Auto verlassen, um irgendwohin zu kommen. Grausige Tage für Taxifahrer."

Karte: Wie die GA-Redakteure zur Arbeit kamen

7.50 Uhr. Da bin ich, auf der Südbrücke, und was is?? Nix is?. Alles rauscht, nichts steht. Zumindest am frühen Morgen gibt die Alternative zur Nordbrücke, wenn man denn einfach nur schnell über den Fluss will, ein gewohnt schnelles Bild ab.

Auffallend allein die Präsenz in Blau-Weiß: sechs Polizeiwagen in acht Minuten. Man guckt offensichtlich in engem Takt, ob im Süden auch Staustress droht. An diesem Morgen ist davon keine Spur.

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