Projekttage "Reiten auf dem Rodderberg": Gelungene Premiere auf dem Pferderücken

Projekttage "Reiten auf dem Rodderberg" : Gelungene Premiere auf dem Pferderücken

20 Schülerinnen des Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) konnten mit einem besonderen Leistungsnachweis in die Ferien starten. Dazu gab es auch noch dicke Komplimente für die Zehn- bis 13-Jährigen, wie "Ihr seid ein total super Haufen" und "Das war wirklich etwas Besonderes, ihr seid außergewöhnlich".

Die Reitlehrer Dirk Schneider, Nicole Raible und Werner Feldmann sparten nicht mit Lob für die Mädchen, die mit ihren Lehrerinnen Simone Bröcker und Nicole Knittel drei Projekttage in der Reitschule von Dirk Schneider auf dem Rodderberg verbracht haben.

Die Schülerinnen, die zum Teil nie zuvor etwas mit den großen Vierbeinern zu tun hatten, lernten, wie sie richtig auf einem Pferd sitzen - wenn es Schritt geht, trabt oder galoppiert. "Das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht", waren sich die Anfängerinnen nachher einig. Oben geblieben sind übrigens alle - in allen Gangarten.

Auch beim Springen über Stangen, die zu Kreuzen gebaut waren, klappte es bei den Fortgeschrittenen, die am letzten Tag von Hausherr Dirk Schneider persönlich unterrichtet wurden und viele Tipps bekamen. Mehr noch: Stilistisch machten die sehr disziplinierten und interessierten Mädchen eine hervorragende Figur auf Schneiders Schulpferden.

Die zwölf Tiere aus den Schulbetrieb - etwa Haflinger-Dame Emma, die die Geräusche von Plastikflaschen nicht leiden kann und dann wie ein geölter Blitz stiften geht - haben ihre Marotten "und sind eben keine Maschinen", stellten die Gymnasiastinnen fest. Es war für sie selbstverständlich, vor dem Reiten jeweils zu zweit das Fell der Großpferde mit dem Plastik-Striegel zu säubern und dann mit der Kardätsche, einer Bürste glatt zu streichen. Zudem mussten sie Hufe auskratzen, die Pferde satteln und trensen.

[fotos]

Zusätzlich gab es bei den Projekttagen auf Gut Broichhof Theorie-Unterricht ("Wie viel Wasser trinkt ein Pferd pro Tag?" Richtige Antwort: "40 bis 60 Liter") und am Abschlusstag Urkunden und eine Tour mit dem Bollerwagen zu den Besonderheiten der internationalen Geländestrecke bei den Rodderberg-Turnieren.

Das erste Testprojekt "EMA-Reitgruppe" ist bei allen Beteiligten bestens angekommen und soll kein Einzelfall bleiben. "Aber machen Sie bitte nicht so viel Werbung dafür", baten die Schülerinnen. In der Hoffnung, dass sie mit ihrer Bewerbung beim nächsten Mal wieder Erfolg haben.

Mehr von GA BONN