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Bundespräsident: Gauck besucht Vereinte Nationen in Bonn

Bundespräsident : Gauck besucht Vereinte Nationen in Bonn

Bonn ist deutscher Standort der Vereinten Nationen. Rund 1000 Mitarbeiter aus aller Welt arbeiten für 18 UN-Organisationen. Erstmals ist anlässlich des 40. Jahrestags der deutschen UN-Mitgliedschaft der Bundespräsident zu Besuch.

Bundespräsident Joachim Gauck hat Deutschlands Rolle in den Vereinten Nationen als beispielhaft gewürdigt. Deutschland leiste eine "enorme finanzielle Unterstützung" für die Arbeit der UN, sagte Gauck am Donnerstag bei einem Besuch am UN-Standort Bonn im ehemaligen Regierungsviertel. "Wir haben gezeigt, dass wir ein Land sind, das den Vereinten Nationen verpflichtet ist."

Der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhaupts bei den Bonner UN-Einrichtungen erfolgte anlässlich des bevorstehenden 40. Jahrestags der Mitgliedschaft Deutschlands bei den Vereinten Nationen. Beide deutsche Staaten, die Bundesrepublik und die damalige DDR, wurden am 18. September 1973 in die Weltorganisation aufgenommen.

Die Tätigkeit der in Bonn vertretenen UN-Organisationen für eine nachhaltige, umweltfreundliche Entwicklung sei wichtig und verdiene Anerkennung, sagte Gauck. Es wäre für mehr öffentliche Aufmerksamkeit noch besser, wenn bei diesen Themenfeldern auch eine Verbindung zu Menschenrechtsfragen deutlicher ins Blickfeld gerückt würde.

In 18 UN-Organisationen arbeiten rund 1000 Mitarbeiter aus aller Welt, vor allem in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt, Artenerhaltung, Kampf gegen Landverödung und Freiwilligendienste. Mit rund 57 Millionen Euro aus dem Bundesetat wurde bereits der "Lange Eugen", das frühere Abgeordnetenhaus, neu hergerichtet und den UN als Hauptgebäude im UN-Campus am Rhein überlassen.

Für das Klimasekretariat wurde außerdem das alte Bundeshaus für 92 Millionen Euro renoviert. Es ist allerdings für die inzwischen fast 600 Sekretariats-Mitarbeiter schon wieder zu klein. Deshalb ist ein benachbarter Erweiterungsbau geplant, für den nach Angaben des Bundesumweltministeriums weitere 71 Millionen Euro vorgesehen sind.