GA-Sommergarten: Furioses Finale mit Folkmusik

GA-Sommergarten : Furioses Finale mit Folkmusik

Am Sonntag kommt der Schweizer Gaillard mit seinem Quintett zum Abschluss des GA-Sommergartens 2016 auf das Dach der Bundeskunsthalle, denn er hat auf den Rat von Collins gehört und ist seitdem, zunächst unter seinem Namen und inzwischen mit seiner Band Mann, auf Tour.

In gewisser Weise ist Phil Collins schuld. Der Superstar hat einst bei einem Treffen in Genf den Sänger und Rockpoeten Thierry Gaillard dazu bewegt, sich ins Rampenlicht zu wagen, mehr zu sein als ein Begleitmusiker, Produzent und Songautor für andere Künstler. „Erschaffe dein eigenes Universum“, soll Collins dem heute 46-Jährigen geraten haben.

Auch in Bonn will er die Herzen der Zuhörer berühren mit seiner besonderen Mischung aus Folksongs, Chansons und Liedern im Stil spanischer Cantautores. Ihnen gilt Gaillards Musik, um sie dreht sich in seiner Kunst alles. „Das Leben ist das Thema meiner Lieder“, sagt der Sänger und Gitarrist gerne. Ob er auf Englisch, Französisch oder Spanisch singt.

Viel ist in den Schmelzkessel hineingeflossen, in dem sich Gaillards Stil formte: Natürlich spielen nach wie vor Jacques Brel und Georges Brassens eine Rolle, auch wenn er die erst nach und nach für sich entdeckte. Aber auch irische Folksongs und die Titel von den Beatles über Bob Dylan bis hin zur Denise Allen Band, deren Mitglieder Musik und Spiritualität miteinander in Einklang bringen, prägten den Schweizer.

Seine eigenen Lieder sind dementsprechend erfüllt von einer mitunter fast meditativen Verspieltheit und Unbeschwertheit, wozu nicht zuletzt auch Flötist Vincent Vigor und Violinistin Mira Amadori beitragen. Beide kreieren feine, virtuose Begleitmelodien, die den Gesang komplementieren, während Keyboarderin Adeline Vigor die Lücken effektvoll zu füllen versteht. Vervollständigt wird dies durch die luftigen Beats von Drummer Samuel Chevalley.

GA-Sommergarten: Sonntag, 14. August, von 11.30 bis 14.30 Uhr bei freiem Eintritt auf dem Dach der Bundeskunsthalle. Bitburger und das Café-Restaurant „Speisesaal“ sorgen als Partner für die kulinarischen Angebote. Für gehbehinderte Besucher gibt es im Inneren der Bundeskunsthalle einen Aufzug hoch zum Dach. Aus statischen Gründen ist die Besucherzahl auf 600 begrenzt.

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