Beschluss: Fütterung von Nutrias soll in Bonn verboten werden

Beschluss : Fütterung von Nutrias soll in Bonn verboten werden

Der Bonner Stadtrat hat ein Fütterungsverbot für Nutrias und Wasservögel auf dem ganzen Stadtgebiet beschlossen. Das Verbot soll ab nächster Woche gelten.

Der Stadtrat hat ein Fütterungsverbot im gesamten Bonner Stadtgebiet beschlossen. Das teilte die Stadt am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Der Rat der Bundesstadt habe am Donnerstag beschlossen, ein Fütterungsverbot von Wasservögeln und Nutrias in die Bonner Straßenordnung aufzunehmen. Dem Beschluss muss aber noch durch die Bezirksvertretung Bonn zugestimmt werden. Diese tagt am Donnerstag, 14. Februar 2019. Das Verbot gilt dann eine Woche nach Bekanntmachung im städtischen Amtsblatt.

Die Stadt Bonn hält das Verbot für die öffentliche Sicherheit und auch im Sinne des Tierschutzes für erforderlich. "Durch das Füttern verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu vor Menschen und betreten öffentliche Gehwege und Straßen. Dadurch können sich Gefahrensituationen ergeben,
wenn zum Beispiel Enten und Schwäne Radwege kreuzen. Da die Nutrias in der Rheinaue an Menschen gewöhnt sind, lassen sie sich streicheln.
Dabei ist es bereits zu Bissverletzungen gekommen, die gesundheitsgefährdend sein können", so die Stadt.

Die Vermehrung der Wasservögel und Nutrias würde durch eine übermäßige Fütterung zu sehr unterstützt. Diese Vermehrung führe zu mehr Tierkot, der ins Wasser gelange und nicht mehr natürlich abgebaut werden könne. Das kann zum "Umkippen" von stehenden Gewässern führen.

Außerdem können sich durch Kot und verdorbene Lebensmittel Bakterien bilden, die für Wasservögel giftig sind. Die Tiere verenden dann, wie im vergangenen Sommer in der Rheinaue, innerhalb kurzer Zeit.

Wenn das Verbot in Kraft getreten ist, soll der Stadtordnungsdienst während der täglichen Streifen darauf achten, ob das Fütterungsverbot beachtet wird. Werden Wasservögel oder Nutrias entgegen des Verbots gefüttert, droht ein Bußgeld von 25 Euro, wenn kleine Mengen Futter verteilt werden. Die Bußgelder fallen höher aus, wenn wiederholt gefüttert oder größere Futtermengen verteilt werden.

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