Caritas und Diakonie geben Rucksäcke, Turnbeutel und Mäppchen aus: Für einen guten Schulstart

Caritas und Diakonie geben Rucksäcke, Turnbeutel und Mäppchen aus : Für einen guten Schulstart

Ein geschenkter Schulrucksack inklusive Turnbeutel und Mäppchen, und sie durften sich sogar die Farbe selber aussuchen: Die Kinder, die am Donnerstag das Haus des Diakonischen Werkes in der Kaiserstraße verließen, waren überglücklich.

Und ihre Eltern erst. Aus eigener Tasche hätten sich die finanziell bedürftigen Familien dieses Schulmaterial nicht leisten können.

Der ökumenische Familienfonds Robin Good (siehe Infokasten) verteilt seit 2007 Rucksäcke an Schulanfänger. Zum zweiten Mal arbeitet man dafür mit dem Unternehmen Ergobag zusammen, das sich hohe recycelbare Qualität und faire Produktionsbedingungen auf die Fahne schreibt. 300 dieser Rucksäcke wurden ausgegeben - allerdings nicht alle auf einmal: Drei Kartons kamen mit Verspätung an. "Die dunkelblauen waren noch beim Schweizer Zoll", sagte Birgit Donath von Robin Good.

Um 10 Uhr, als die Ausgabe begann, drängten sich schon viele Kinder und Eltern im Ausgaberaum. "Das ist für mich immer der tollste Tag, wenn aus der Schreibtischarbeit Realität wird", so Donath. Sechs Rucksäcke hatte sie schon am Mittwoch vergeben: Die Kettelerschule in Dransdorf hatte kurz zuvor angerufen und gefragt, ob noch einige für Kinder von Flüchtlingen zur Verfügung stünden, die in der Grundschule unterrichtet werden.

"Die Familien müssen einen Nachweis mitbringen, dass sie Sozialleistungen beziehen", erklärte Donath. Damit könnten sie dann einen Rucksack für die I-Dötzchen des nächsten Schuljahres erhalten. Empfohlen würden die Kinder von Sozialberatern oder Kindergärten.

Für den Rechenkünstler Gert Mittring ist es wichtig, dass auch Kinder aus bedürftigen Familien für die Schule gut ausgestattet sind. "Sie sollen von vornherein keine Startnachteile haben", so der Botschafter der Stiftung Rechnen, der bei der Rucksackvergabe mithalf. Er ist seit 2009 Pate für die Schulranzen-Aktion, ebenso wie der Bonner Superintendent Eckart Wüster und Kabarettist Andreas Etienne.

Robin Good

Der Familienfonds ist 2007 als Gemeinschaftsprojekt der evangelischen Diakonie und der katholischen Caritas in Bonn entstanden. Sie unterstützen über "Robin Good" Familien, die in eine Notlage geraten sind, und geben Schulranzen und -material an Kinder aus sozial schwächeren Familien aus. Schirmherr ist seit 2013 Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch. Der Fonds ist auf Spenden angewiesen. Informationen auf www.robingood.de.