Wat wor dat fröher schön in Ippendorf: Fritz Stark nimmt Ippendorfer Heimatlied auf

Wat wor dat fröher schön in Ippendorf : Fritz Stark nimmt Ippendorfer Heimatlied auf

"Liebes, altes Ippendorf, wie warst Du klein und schön, als noch manches alde Deel an singem Platz tat stehn. Wat och kömmt in Jahr on Daag, mir zwei versprechen Dir, so lang dat Herzche on noch schläät, so lange bleiben wir" - Fritz Stark, der Verfasser dieser Zeilen, hat Wort gehalten, sein Herz schlägt, auch für Ippendorf, und deswegen bleibt er ihm treu.

Auch wenn er manchmal das Gefühl hat, dass vor seiner Haustüre, an der Röttgener Straße, eine Autobahn verläuft. Denn auch das besingt er in dem Lied, das er den Ippendorfer Bürgern gewidmet hat: das Ippendorfer Heimatlied. Dessen Refrain eingangs zitiert wurde. Ein Lied, in dem es im wesentlichen darum geht, dass früher alles ein bisschen schöner war in Ippendorf.

Ganz neu ist es nicht, der ein oder andere Alteingesessene wird das Lied kennen, weil Stark es auch gerne bei seinen öffentlichen Auftritten in der Bütt singt. Der 85-Jährige ist nämlich nach eigenen Angaben seit rund 35 Jahren im Karneval aktiv. Neu ist, dass Stark das Lied auf CD aufgenommen und diese für den guten Zweck verkauft hat. "Leeder, Krätzcher on Verzällcher. Von Düsseldorf bes Bonn" lautet der Titel. Aufgenommen hat Stark die CD, weil er krebskranken Kindern helfen wollte. "Ich habe einen Fernsehbericht darüber gesehen, die taten mir leid", sagt Stark.

Da er von seinen Auftritten gewusst habe, dass seine "Verzällcher" beliebt sind, sei ihm die Idee gekommen, sie aufzunehmen. Die schlechte Nachricht ist: Es gibt keine CD's mehr, sie wurden alle verkauft. Nach seinem ersten Auftritt bei der Sitzung der Pfarrgemeinde dieses Jahr im Karneval waren sie alle weg. Die gute Nachricht ist: Stark hat trotzdem 1098 Euro und 40 Cent gesammelt. Denn nach Starks zweiten Auftritt bei der Pfarrgemeinde ließen die Gäste spontan den Hut rumgehen. "Das Geld würde ich demnächst gerne persönlich vorbeibringen", sagt der 85-Jährige.

Er wohnt zwar seit 1988 in Ippendorf, wo er sich ein 180 Jahre altes Haus kaufte, aber die Geschichten von früher, die haben dem gebürtigen Düsseldorfer diejenigen erzählt, die noch länger im Ort leben. Und auch wenn Stark regelmäßig in die Bütt steigt, seine Beiträge sind eher sentimental-melancholisch als zotig. "Auch wenn meine Gesundheit mittlerweile angeschlagen ist, ich trete immer noch sehr gerne auf, das gibt mir Kraft", sagt Stark.

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