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Fridays for Future in Bonn: Das ist für den 13. Dezember geplant

Aktionen zum ersten Geburtstag der Bewegung : Das plant „Fridays for Future“ am Freitag in Bonn

Die Protestbewegung Fridays for Future besteht am kommenden Freitag ein Jahr lang. Auch in Bonn sind dazu erneut Demonstrationen in der Innenstadt geplant. Was die Veranstalter vorhaben.

Fridays for Future Deutschland (FFF) wird ein Jahr alt: Für die Veranstalter ist dies kein Grund zum Feiern, wie sie sagen. Denn es tue sich nichts: Die Bundesregierung mache keine Anstalten, „das Pariser Klimaabkommen einhalten zu wollen”, sagt der Bonner Aktivist Michael Hindert (17). Zum Jahrestag gehen er und viele andere an diesem Freitag wieder auf die Straße, und zwar unter den Hashtag-Mottos #SchenktUnsZukunft und #kEinGrundZumFeiern.

Besonders verärgert sind die Bonner Aktivisten über das Klimapaket der Bundesregierung: „Damit verweigert die Bundesregierung nicht nur ihre weltweite Verantwortung, sondern es fördert auch noch soziale Ungerechtigkeit”, meint Leonie Meyer (21). „Wie kann es sein, dass man sich so wenig für unsere Generation interessiert?“

Nach einer Startkundgebung ab 11 Uhr am Markt ruft die Bonner FFF-Ortsgruppe zu vielen kreativen Aktionen in der ganzen Stadt auf. „Wir wollen damit möglichst viele Menschen für die Probleme, die wir durch die Klimapolitik haben, sensibilisieren“, sagt Marla Thüringer, die sich seit Juli bei Fridays for Future engagiert.

Nach Angaben der Polizei sind drei FFF-Versammlungen in der Bonner City angemeldet. Beim Auftakt auf dem Markt erwarten die Beamten bis 15 Uhr zwischen 300 und 600 Teilnehmer. Von 11.30 bis 14 Uhr sind zudem auf der Adenauerallee in Höhe des Akademischen Kunstmuseums demonstrative Aktionen geplant. Autofahrer müssen damit rechnen, für eine kurze Zeit dort nicht durchzukommen. „Seitens der Organisatoren werden bis zu 50 Teilnehmer erwartet“, so die Polizei. Um 14.15 Uhr starte dann eine weitere Demonstration auf der Poppelsdorfer Allee in Höhe des Bonner Talwegs. 20 bis 50 Teilnehmer werden da erwartet.

„Ganz Bonn wird etwas von den Aktionen mitbekommen“, teilt FFF-Sprecher Robert Müller-Uri mit. „Die Bundesregierung sowie 180 weitere Staaten haben das Klimaabkommen von Paris ratifiziert und sich somit zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius bekannt.“ Die Klimapolitik der Bundesregierung reiche jedoch bei weitem nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Keine der FFF-Forderungen sei umgesetzt worden. Die seien in intensiver Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern erstellt worden und ohne Zweifel machbar. „Aber dafür muss die Bundesregierung genau jetzt anfangen zu handeln. Pseudo-Klimapakete helfen da keinem, das müsste auch die Politik langsam merken”, ist sich Schüler Adrian Niemierza (17) sicher