40 Jahre nach der Bundesgartenschau: Förderverein für Bonner Rheinaue sucht Unterstützer

40 Jahre nach der Bundesgartenschau : Förderverein für Bonner Rheinaue sucht Unterstützer

Um die Grünanlagen und Beete in der Bonner Rheinaue zu erhalten, hat sich vor zwei Jahren ein Förderverein gegründet. 20.000 Euro für neue Pflanzen im Rosengarten haben die Förderer schon zusammen. Jetzt werden weitere Unterstützer gesucht.

Vor 40 Jahren eröffnete er als damaliger Oberbürgermeister die Bundesgartenschau. Heute ist das Gelände für Hans Daniels immer noch ein ganz besonderes Schmuckstück. „Der Rheinauenpark ist ein großer Gewinn für die Bonner und für die Stadt. Ich bin seit Jahrzehnten regelmäßig hier, mit Kindern und Enkeln. Man könnte meinen, dass der Park schon immer existiert hat. Aber es gab damals auch einige Widerstände und es war nicht ganz einfach, das Projekt durchzusetzen“, sagte er dem GA.

Beim Sommerfest des „Fördervereins Freizeitpark Rheinaue“ traf Daniels einige seiner damaligen Wegbegleiter, darunter Architekt Gottfried Hansjakob, mit denen er gemeinsam in den 1970ern die Umgestaltung des Auenwaldes und der Wiesen auf beiden Rheinseiten in die Wege leitete. Konzerte auf der Wiese, Ballonfestival, Bierbörse oder Flohmarkt – der Rheinauenpark ist ein beliebter Treffpunkt. „Mehrere Hunderttausend Menschen sind im Jahr hier unterwegs“, sagte Dirk Dötsch vom Parkrestaurant. Ganz zu schweigen von den vielen Spaziergängern und Joggern.

Lob für die Gärtner der Stadt

Um Beete, Grünanlagen und Rasenflächen zu erhalten und auch in Zukunft attraktiv zu präsentieren, hat sich vor etwas mehr als zwei Jahren der „Förderverein Freizeitpark Rheinaue“ gegründet. Die Gründung ging auf eine Initiative von Gastronomen und Festivalorganisatoren zurück. „Der Park ist ein einmaliger Ort. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass er seine Anziehungskraft und seiner Ausstrahlung nicht verliert“, sagte Dötsch, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist. Mittlerweile haben sich 15 Mitglieder angeschlossen. „Doch wir brauchen mehr Unterstützer.“ Bei diesem ehrgeizigen Projekt kann das Team um Dötsch und seinen Vize Jürgen Harder jede Hilfe gebrauchen. Mit Sachspenden wollen sie dazu beitragen, dass die Rheinaue „nicht in die Jahre kommt“ und nichts von ihrer Attraktivität verliert.

Dafür hat der Verein schon 20.000 Euro an Sachspenden gesammelt. „Damit werden wir den Rosengarten neu anlegen lassen“, verriet Dötsch. Dafür stellt die Initiative dem Grünflächenamt die Pflanzen zur Verfügung, die dann städtische Mitarbeiter in die Erde bringen. „Wir nehmen der Stadt nicht die Arbeit ab, aber wir wissen alle, dass die Kassen der Kommunen leer sind. Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie dadurch öffentliche Anlagen vernachlässigt werden“, erklärte Dötsch.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt lobt Dötsch: „Die Gärtner machen einen tollen Job, und wir stoßen mit unseren Vorschlägen in der Stadtverwaltung nicht auf taube Ohren. Aber wir wollen nur eine Unterstützung anbieten. Wir alle leben von und mit dem Park. Es ist Zeit, etwas zurückzugeben.“ Dafür wünscht er sich nicht nur weitere Mitglieder – Infos gibt es im Parkrestaurant –, er würde sich freuen, wenn die „großen Nachbarn“ ebenfalls erkennen, welchen Wert der Rheinauenpark für sie hat. „Jeden Mittag verbringen unzählige Mitarbeiter von Post und Telekom ihre Pausen hier. Es wäre schön, wenn sich auch die Konzerne für die Erhaltung engagieren.“ Ohne diesen Ort wäre die Stadt um Vieles ärmer.

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