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Tausende Schnäppchenjäger in der Rheinaue: Flohmarkt-Trubel trotz Gluthitze

Tausende Schnäppchenjäger in der Rheinaue : Flohmarkt-Trubel trotz Gluthitze

Was hat der Flohmarkt in der Rheinaue mit Märkten im sommerlichen Mallorca gemeinsam? Am Samstag konnte die Antwort nur lauten: Sonne und Hitze. Während auf Mallorca hauptsächlich Touristen die Märkte bevölkern, sind es in Bonn an jedem dritten Samstag im Monat hauptsächlich die Einheimischen, die den Flohmarkt aufsuchen.

Auch am Samstag ließen sich die Menschenmassen von der Gluthitze nicht abhalten und schlenderten durch die Rheinaue. Glücklich waren die Händler, die ein Plätzchen unter einem der Bäume gefunden hatten. "Dafür bin ich auch schon am Freitag angereist", sagte einer von ihnen. Wie unschwer zu erkennen war, hatten viele Händler eine Anreise mit Übernachtung hinter sich.

Denn das eine oder andere Zelt stand noch hinter den Verkaufsständen. Das Angebot war wie immer üppig, darunter besonders viele große Stände mit DVDs, CDs, alten Schallplatten und Büchern. Dazu Spielwaren, Kindersachen, Kleidung jeglicher Art, Glas, Porzellan, Nippes, Staubfänger - mal schön, mal nützlich, mal kitschig. Abgenommen hat das Angebot an Handys und Elektroartikeln.

Etwas Besonderes hatte Gert Müller aus Bonn anzubieten. Aus den Kronkorken von Flaschen hatte er Ohranhänger gebastelt. "Vorsichtig platt klopfen, zwei aneinander kleben, Löcher rein, Kettchen mit zusätzlichem Schmuck dran - und schon kann die Dame von Welt Reklame für diverse Getränke laufen." Über den Absatz klagte Müller nicht, was für einen echten Flohmarktverkäufer schon etwas heißen will.

Das Angebot des Tages bei diesem Wetter waren Sonnenhüte, die an einem Stand angeboten wurden. In bunten Farben und aus kräftigem Material schützten sie ziemlich schnell die Damen, die diese Chance erkannten.

Heißester Tag des Jahres in Bonn

Am Samstag gegen 15:30 Uhr ist mit 33,9 Grad Celsius die bisher höchste Temperatur in diesem Jahr gemessen worden. Damit wurde die bisherige Höchstmarke vom 18. Juli (33,5° Grad Celsius) getoppt. Zugleich gab es vier Tropentage in Folge, da auch am Sonntag noch einmal die 30 Grad Celsius- Marke erreicht wurde.

Zuletzt gab es im Jahre 2006 mit 37,0 Grad Celsius einen noch heißeren 19. Juli. Die letzten beiden Nächte brachten kaum Abkühlung: Seit dem 18.Juli um 6 Uhr sank die Quecksilbersäule nicht unter 20 Grad Celsius. Das waren die beiden ersten Tropennächte des Jahres. Der Juli 2014 war bislang viel zu nass: Schon vor Beginn des letzten Monatsdrittels ist das Monatssoll zu 165 Prozent übererfüllt. Statt der üblichen 73 Liter pro Quadratmeter im ganzen Monat fielen bis Sonntag schon 119 Liter.