Kunstaktion: Farbenfroher Gruß an die Patienten

Kunstaktion : Farbenfroher Gruß an die Patienten

Abiturientinnen und ihre Kunstlehrerinnen gestalteten Wandbilder auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik Bonn.

Da steht ein Pferd auf dem Flur – und nascht frech an einer leckeren Geburtstagstorte. Das weiße Ross mit schwarzen Punkten ist Teil eines neuen kunterbunten Wandbildes auf der Krebsstation des Kinderklinikums mit Szenen aus dem Leben der sommersprossigen, rot-zopfigen und furchtlosen Piratentochter Pippi Langstrumpf. Das Pferd mit dem Namen „Kleiner Onkel“ ist einer der Vertrauten des frechsten und stärksten Mädchens der Welt, das mit dem Affen Nilsson auf der Wand gegenüber fröhlich-anarchistisch einen Zaun rund um die weltberühmte Villa Kunterbunt in einem sonnigen Gelb anstreicht.

Vier Tage lang haben sechs Schülerinnen aus den Kunst-Leistungskursen des Helmholtz- und des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Ulrike Carstensen und Martina Schmidtke den Eingangsbereich vor der Station 4 farbenfroh umgestaltet. „Mit der Figur der Pippi Langstrumpf wollten wir Lebensfreude, Stärke und Zuversicht vermitteln“, sagte Kunstpädagogin Carstensen. Auch die siebenjährige Stefanie, Patientin der Kinderkrebsstation, beteiligte sich mit feinem Pinselstrich am bunten Bild der Pippilotta. „Es war eine sehr schöne Arbeitsatmosphäre. Es war bewegend, wie sehr sich die kleinen Patienten über die Malaktion gefreut haben“, erzählten Laura und Rebecca.

Für die beiden Schülerinnen war die besondere Aktion ein unvergesslicher Abschluss ihrer Schulzeit. Die jungen Bonnerinnen haben nämlich ihre Abiturprüfungen bereits hinter sich gebracht und warten nun gespannt auf ihre Ergebnisse.

Unterstützt wurde die Malaktion vom Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn. „Eine tolle Sache. Bis zum Umzug der Kinderklinik in zwei Jahren lohnt sich doch die Farbenpracht“, sagte Jan Hennemann vom Förderkreis, der zurzeit die Vorbereitungen für den Baubeginn des Familienhauses für krebskranke Kinder auf dem Venusberg trifft. Mit dem Bau des 4,5 Millionen Euro teuren Hauses mit 40 Zimmern soll, so Hennemann, im Herbst begonnen werden.

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