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Familien-Workshop im August-Macke-Haus: Es dürften ein paar Künstler mehr sein

Familien-Workshop im August-Macke-Haus : Es dürften ein paar Künstler mehr sein

Dass die Resonanz des offenen Familien-Workshops im August-Macke-Haus eher gering ausfiel, läge wohl am noch mangelnden Bekanntheitsgrad der Veranstaltung, sagte Kunstpädagoge Sebastian Schaaps. Die drei Besucherinnen des Aquarellkurses waren dennoch begeistert. "Ich finde toll, dass die ganze Familie sich hier kreativ ausleben kann", sagte Desirée Thum-Spickerhoff.

Ihr brachte Sebastian Schaaps ebenso Tricks der künstlerischen Finesse bei wie Thum-Spickerhoffs kleine Tochter Aitana, die mit ihren sechs Jahren schon gekonnt mit dem Pinsel umging und sich ganz auf ihr Bild konzentrierte. "Im Gegensatz zu anderen Familien-Workshops wollen wir mit unserem Programm uns nicht ausschließlich auf Kinder konzentrieren, sondern gezielt auch Erwachsene ansprechen."

Besucherin Brigitte Sonnleitner-Schödel (64) nahm sich eine der Postkarten, die Gemälde August Mackes abbildeten. Stapelweise liegen diese auf den Tischen des Workshop-Raums des kleinen Museums, der sich im Nachbargebäude am Museumsparkplatz befindet. Schaaps gab Sonnleitner-Schödel Tipps zu ihrem eigenen Aquarell. Sie verwendete viel Wasser, die Farbe schlierte, ihr Pinselstrich zerfloss. "Das Schöne an Aquarellmalerei ist, dass sie unberechenbar ist. Es ist, als führten die Farben ein Eigenleben", so der Kunstpädagoge.

Bis Juni können Besucher des August-Macke-Hauses jeden ersten Sonntag im Monat gegen eine Materialkostenpauschale von fünf Euro zwei Stunden lang selbst künstlerisch aktiv werden. Es folgen Veranstaltungen zu Collagen, Acrylmalerei aber auch zu Bastelarbeiten. Schaaps schrieb den Besucherinnen nicht vor, wie sie zu malen hätten: "Sinn des Workshops ist es, auch diejenigen für Kunst zu begeistern, die sich nicht erst mit Kunsttheorie befassen wollen, bevor sie mit dem Malen beginnen." par

Mehr: www.august-macke-haus.de