Umgestaltung des Trajektknotens an der Museumsmeile: Erste Bauphase ist abgeschlossen

Umgestaltung des Trajektknotens an der Museumsmeile : Erste Bauphase ist abgeschlossen

Die Konturen sind schon klar erkennbar: Der Bau des Großkreisels auf der B 9, des sogenannten Trajektknotens, liegt nach Angaben der Stadt gut im Zeitplan.

Gut 15 Meter hoch ragen mittlerweile die grauen Masten in den Himmel, die an einen Zahnstocher mit Griff erinnern. Tatsächlich handelt es sich bei der Installation um Ampelmasten, wie das Presseamt der Stadt auf Anfrage mitteilte. "Sie wurden im Zusammenhang mit dem Städtebauentwurf zur gesamten B9 vom Tunnel in Bad Godesberg bis zur Heussallee vom Bund so ausgesucht", sagte eine Stadtsprecherin.

"Wir sind gehalten, dieses Element auch so zu berücksichtigen. Die erste Bauphase an dem nicht unumstrittenen Kreisel ist fast abgeschlossen. Voraussichtlich Ende Juni soll er fertig sein. Der Verkehr wird dann mit Ampeln geregelt. Zum Ende dieser Woche sollen zunächst die seit zwei Tagen laufenden Arbeiten an der Fahrbahn der Theodor-Heuss-Allee beendet sein. Damit gehört auch die provisorische Verkehrsführung der Vergangenheit an, die über Wochen viele Autofahrer auf dem schmalen Zickzackkurs in beide Richtungen nervte.

Seit Montag läuft der gesamte Verkehr von der Ostseite (aus Richtung Rheinaue) auf vier neuen Spuren. Auch bei dieser provisorischen Verkehrsführung stehen den Autofahrern je zwei Richtungsfahrbahnen zur Verfügung. Offen ist seitdem auch wieder die Abfahrt von der B 9 auf die Marie-Kahle-Allee. Die Auffahrt in Fahrtrichtung Bad Godesberg bleibt hingegen weiterhin gesperrt.

Unter dieser Verkehrsführung lässt das Tiefbauamt in etwa drei Monaten die vier neuen Fahrspuren in Richtung Bonn-Innenstadt, die Abfahrt von der B 9 in die Franz-Josef-Strauß-Allee und die Auffahrt von der Franz-Josef-Strauß-Allee auf die B 9 bauen.

Trotz der wetterbedingten Unterbrechungen soll das Großprojekt Ende Juni abgeschlossen werden. Der neue Kreisel mit einem Durchmesser von mehr als 70 Metern soll rund 4,5 Millionen Euro kosten, die komplett von Bund und Land bezahlt werden. In der Vergangenheit war mehrfach Kritik an dem Projekt laut geworden, da der neue Kreisel einen nach Meinung von vielen Autofahrern gut funktionierenden und ampelfreien Verkehrsknotenpunkt ersetzt.

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